AIRFOIL 180 / 235 / 280 (RTF) – Fliegende Luftmatrazen

Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: J.O.

Hersteller www.siegersvliegers.nl

Spannweite 180 cm / 235 cm / 280 cm

Höhe 63 cm / 63 cm / 63 cm

Kammern 10 / 15 / 18

Stäbe 2 Glasfiber / 2 Glasfiber + 1 Kohlestab / 2 Glasfiber + 1 Kohlestab (1 m)

Gewicht 290 g / 410 g / 470 g

RTF 2 x 30 m (100 kp / 150 kp / 200 kp)

Windbereich in Bft. 2.5 – 6 / 2 – 6 / 1.5 – 6

Preis in Euro 65,- / 80,- / 95,-

Bezug Fachhandel und www.siegersvliegers.nl (Banner / Link)

Sieger de Boer von SIEGER`s VLIEGERs war ein begeisteter FlexiFoil – Pilot in seinen Pioniertagen. 10 von den 1.80 m – Flexifoils hintereinander war da Normalität. So verwirklichte er eigentlich auch sich selber, 20 Jahre nach Ablauf des Patents, den Traum, seine eigenen Foils auf den Markt zu bringen.
Die 3 AIRFOIL – Größen sind baugleich mit den Flexifoils und versprechen sehr speziellen Spaß für kleines Geld am großen Himmel. Sie sind seit 2002 auf dem Markt und derzeit in 4 Farben erhältlich: gelb, blau, rot, violett.
Im Test waren die AIRFOIL 180 , 235 und 280 (gelb, blau, rot). Erster Eindruck:

Die AIRFOILS lassen sich sehr raumsparend verpacken (96 cm – 100 cm). Ausgepackt öffnet sich ein Zwitter zwischen Lenkmatte und Stabdrachen. Die Zuordnung in unseren Kategorien erfolgte ob der Optik, eine Matte unter Matten. Und, sie hat eine Stabkante – fliegt aber ähnlich einer Matte. Genau genommen müßte man für die AIRFOIL eine eigene Kategorie aufmachen.

Die Optik ist bestechend! Mir persönlich brennt sich das Kobaltblau der AIRFOIL 235 sofort ins Auge. Die Matte macht was her – man behalte dabei immer das Preis-Leistungs-Verhältnis im Auge!

Später wird deutlich werden, das hier ein ganz besonderes Produktangebot erfolgt.

Jeder der Zuschauer war bei Aufbau der AIRFOIL im Blick gebannt. Ein Magnet – ohne Zweifel. Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist sauber und akurat. Hier wurde auf Qualität gesetzt.

Die Kammern sind in allen 3 Modellen gleich groß – lediglich die Anzahl der Kammern schlägt sich auf die Spannweite nieder. Sie laufen nach hinten spitz zu und haben keinen Druckausgleich untereinander. Auch der Gazeeintritt vorn ist immer von gleicher Größe.

Die Stäbe ändern sich in der Länge des gemufften Kohlestabes.

Das Preis-Verarbeitungsverhältnis ist s e h r g u t. Flugeigenschaften:

DER START – DIE LANDUNG.
Die AIRFOILS brauchen Wind.
Dann biegt sich die Stableitkante von Anbeginn: der Start geht mühelos. Im unteren Windsegment gibt es noch einen Starttrick, den man am besten durch einen Assistenten überwachen läßt: die AIRFIOL bäuchlings auf den Boden legen und leicht anziehen, so dass sie parallel zum Boden schwebt (vielleicht in 20 cm Höhe). Das beherrscht sie sehr gut.
Jetzt entweden anrucken oder warten, bis sie allein umklappt und startet. Das sieht sehr interessant (weil ungewöhnlich) aus und vermittelt dem Publikum ohne großes Dazutun den Eindruck, als seien Sie professionell.
Die normale LANDUNG hat etwas Unelegantes: einfach am Windfensterrand absacken lassen oder in die Arme des Assistenten fliegen (hat wegen des zusätzlichen Showelements auch was).

FLUGGEMEINSAMKEITEN BEI DEN DREIEN
Sind sie erst einmal ON TOUR, geschieht das mit einem sanften Rauschen. Ein eigenes Gräusch, was ich bislang, trotz vieler Testdrachen, noch nicht kannte. Besonders den Assistenten – Anfängerohren hat es imponiert. Mir auch, weil es zum Charakter paßt.
Die Flugbesonderheit des AIRFOIL-Fluges ist das Wippen durch unterschiedliche Winddruckverhältnisse des Windfensters. Es ist ein YoYo-Effekt. Sieht witzig aus.
Das Flugverhalten der Foil ist am Windfensterrand dann kritisch, wenn man sie zum Ausruhen dort „abstellen“ möchte. Pustekuchen. Die AIRFOIL ist ein Bewegungsdrachen. Er will immer beschäftigt sein. Nicht für Gemüter, die schnell erschlaffen und sich nach Ruhe sehnen.
Die Loopings sind mittelgroß. Das ist für den Anfänger auch bei höheren Winden gut kontrollierbar.
Alle 3 Größen kann man bis zu imposanten Winden fliegen – im Test bis Bft. 6 (es ist auch noch mehr drin.
Ach, ja: die großen Matten sind nicht langsamer als die kleinen!

Die RTF-Schnüre sind gut gemeint und wertig – aber etwas hoch dimensioniert in den Kilopond. Bei der 180er tun es auch 80er Schnüre,
bei der 235er auch 120er Schnüre und bei der 280er auch 180er Schnüre. Das ist aber erst maßgeblich, wenn man aus dem Anfängerstadium herausgewachsen ist und aus den Matten die Feinheiten herauskitzeln möchte..

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