AMUN – Mystic Flying

Text von: Andreas Schulz
Fotos von: as

Hersteller: Rhombus GmbH

Kategorie: Hochleister

Preis in €:

2.8 m2 239.-

3.7 m2 265.-

5.3 m2 348.-

7.2 m2 395.-

Bezug: Drachenfachandel

AMUN, so nennt Rhombus sein neuestes Werk, einen reinrassigen Hochleister.

AMUN, in der 11ten Dynastie die herrschende Macht in Theben, war ursprünglich Windgott der Nilschiffer. Sein Name bedeutet „der Verborgene”.

Mit der Amun rundet Rhombus sein Angebot an Traction Kites ab.
Neben dem Einsteiger Schirm „X-TRAC” sowie dem Intermediate „FIREBEE“ soll nun die „AMUN“ ihren Platz in der Kategorie Hochleister finden.

Timo Elias, der Entwickler der Amun beschrieb den Schirm:
„Allen Amuns gemeinsam ist, dass sie bei ihren Piloten ein Höchstmaß an Unbekümmertheit aufkommen lassen.“

„…Die Amun ist gut, und sie wird es auch zu mir sein.“

Kite Tests stand die gesamte AMUN Serie zum Test zur Verfügung. Erster Eindruck:

Jede Amun wird in einem Backpack ausgeliefert, das eine sehr hohe Qualität und einen großen Tragekomfort aufweist. Gut gepolstert an den Riemen, optisch sehr ansprechend.

Im Inneren erwartet uns dann die AMUN. Schnell ausgepackt und ausgelegt zeigt uns dann die AMUN ihr Gesicht.

Die Unterseite ist in Schwarz gehalten, dazu dann, je nach Größe, das Logo der AMUN in einer anderen Farbe. Die Oberseite ist in der Logo-Farbe gehalten.

Auffällig ist sofort das Längen-Höhen-Verhältnis, das einen hohen Aspect Ratio vermuten lässt und damit schon Leistung signalisiert.

Insgesamt betrachtet, ergibt sich ein Bild , von einem leistungsstarken Kite, der sofort in die Luft gelassen werden möchte.

Mystik und Aggressivität zugleich – erzeugt durch Farben und Logo. Eine gelungene Sache! Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist durchweg als gut, sauber und robust zu bezeichnen. Die Waage aus ummantelten Dynema ist an vernähten und verstärkten Schlaufen angeknotet.

Diagonalprofile, Luftausgleichsöffnungen zwischen den Kammern sowie verstärkte Lufteintrittsöffnungen zeugen von einem modernen Schirm.

An den Seiten befinden sich Ports, die man öffnen kann, um Sand oder Wasser aus dem Schirm zu lassen, bzw. um den Staudruck zu mindern,.

Die Nähte sind einfach, sauber und gerade ausgeführt.
Positiv auch im Vergleich zu anderen Kites, das Logo der AMUN befindet sich auf der Innenseite der Schirmes, so dass der Pilot sich beim Fahren über die nette Optik erfreuen kann. Flugeigenschaften:

Mit einem kurzen Zug an den Leinen gleitet die Amun sauber an, ein Schwenk durch das Windfenster und schon spürt man die Strömung am Kite anliegen, er saust in der Fenstermitte nach oben um im Zenit zu parken. Hier steht die Amun sehr stabil und zeigt keine Tendenz zum Liften.

Beim Flug durch das Windfenster erzeugt die Amun
einen ordentlichen Grunddruck, reagiert dabei zügig über die Bremse.

Am Windfensterrand bleibt die Amun sauber stehen, kein Absinken der Matte ist zu beobachten. Die Trimmung passt einfach.

Es zeigt sich, das die AMUN zwar zu der Sorte Kites gehört, die Strömung benötigt, um dann die volle Leistung zu entfalten, die Strömung ist aber sehr schnell und ohne große Flugmannöver zu erreichen.

Somit ist sie auch für den Anfänger geeignet, der sich ins Feld der Hochleister vorwagt. Die AMUN gibt Ihre Leistung nicht explosionsartig ab, sondern setzt sie sanft in Geschwindigkeit um.

Im böigen Binnenland möchte die AMUN gerne an 25 Metern geflogen werden. Dort zeigt sie sich in Böen sehr stabil, möchte jedoch aufgrund ihrer Trimmung bei extrem böigem Wind an die Bremse genommen werden, typisch Hochleister eben.

Im Buggy wird recht schnell deutlich, dass die AMUN über große Leistungsreserven verfügt. Auf allen Kursen zeigte die AMUN gute Leistungen. Erfreulich ist, dass die Amun sowohl passiv, als auch aktiv geflogen werden kann. Stellen und Cruisen ist genauso easy zu handeln, wie aktives Schwenken und Loopen.

Über die Bremse erzeugt die Amun zusätzliche Leistung. Die Beschreibung von Timo Elias bestätigt sich beim Fahren im Buggy: „Sie ist gut zu mir“. Zu keiner Zeit wurde die AMUN hektisch. Es stellte sich sehr schnell eine Art Vertrautheit mit dem Schirm ein.

Beim Loopen und Schwenken der AMUN fällt auf, das diese leicht verzögert reagiert. Dies beeinträchtigt das Flugverhalten jedoch nicht. Loops fallen etwas großräumiger aus, als bei den gängigen Wettkampfschirmen, was dem schwereren Material zuzuordnen ist.

Wer nun meint, man hätte es mit einer langsamen , braven Matte zu tun, der irrt. Nimmt man die AMUN ran, fliegt sie aggressiv, zeigt sie Ihre Power. Und: die kann sich wirklich sehen lassen. Hat man sie einmal auf Speed gebracht, geht der Schirm weit nach vorne und zieht einen dorthin, wo man hin möchte.

Auf dem Kreuzkurs geht die Amun gut und schnell hat man Höhe gewonnen. Auf dem Mitwind – Kurs sollte man die AMUN in Strömung halten, den Rest macht sie alleine.
Fazit:

Rhombus hat mit der AMUN einen Hochleister entwickelt, der auch für den Umsteiger in die Königsklasse ideal ist, da sie wirklich „gut zu einem ist.“

Der Könner wird die AMUN ebenfalls mögen, da er die Möglichkeit hat, die Leistung bis zur eigenen Grenze aus dem Schirm herauszukitzeln.

Das Preis/Leistungsverhältnis spricht für sich, die Qualität geht voll in Ordnung. Bezogen auf Preis/Leistung sind solche Angebote in der Königsklasse eher selten anzutreffen.

Die Größenabstufungen sind gut gesetzt, denn die Amun kann aufgrund ihrer Gutmütigkeit über mehrere Windstärken eingesetzt werden.

Die AMUN wird zweifelsfrei ihren Platz in der Königsklasse finden und man kann gespannt sein, welche Plätze mit ihr erfahren werden können.

Während des Tests der AMUN wurde die Serie noch um zwei weitere Größen, 1.4 m2 sowie 2.1 m2 ergänzt.
Kategorie: Hochleister

Maximale Punktzahl: 10

Geschwindigkeit: 9

Leistung: 8

Handling: 8

Dosierbarkeit: 9

Gutmütigkeit: 8

Anfängertauglichkeit: 8

Verarbeitung: 8

Preis/Leistung: 9.

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