ATRAX F – F für fix

Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: J.O.

Hersteller SPIDER KITES, Christoph & Barbara Fokken

Spannweite 1.30 m

Höhe 0.50 m

Tuch Ripstop Nylon

Gestänge 5 mm Kohle

Gewicht 145 g

Schnurempfehlung 25 – 35 m / 50 – 70 Kp

Windbereich in Bft. 3 – 7

Preis in Euro 59,-

Bezug www.spiderkites.com

Der ATRAX F ist der kleinere Bruder des ATRAX.
F steht für FIX.

Mit der Premiere der neuen Firma SPIDERKITES, haben Christoph & Barbara Fokken versucht, von Anbeginn in nahezu jeder Drachenkategorie Angebote zu schaffen.

Der kleine ATRAX F soll noch einmal eine Idee schneller sein, als der größere Bruder. Das sieht erst `mal schon so aus. Los geht`s ! Erster Eindruck:

Der Drachen wird in Deutschland gebaut. Irgendwie hat dieses Blau etwas königlich Chinesisches.

Mit seinen mammutähnlichen Standofflösungen über (!) die Leitkante, wirkt der „Kleine“ edel und provozierend.

Den ATRAX F gibt es immer uni in den Farben „schwarz“, „rot“, „blau“ und „gelb“. Verarbeitung:

Uni. Die Verarbeitung steht für Geschwindigkeit und hohe Winde. Tadellose Näharbeit. Alle Verstärkungselemente sind an ihrem logischen Platz.

Eine eigenwillige Stand-Off-Lösung,wobei die StandOffs von der unteren Querspreize über die Leitkante hinten in eine Tasche gesteckt werden. An der Vorderseite steckt an dieser Stelle ein Stab in der sich dort ebenfalls befindenden Tasche. Es sieht nach Denkarbeit aus.

Bei einigen Bildern habe ich es falsch „eingesteckt“. Das war aber nur die 2. Fotosession ohne Flug. Noch `mal gemerkt !

Den Fliegern lag eine Foto-Text-Aufbaubeschreibung bei, aus der man alles sehen und verstehen konnte.

Der Testflieger war noch eine Vorabversion ohne Köcher. Der ist dann später natürlich dabei. Bin gespannt, wie der aussieht..

Um den ATRAX F zusammengelegt zu fixieren, gibt es ein Klettband mit goldfarbenem Firmenlogo – eine wunderschöne kleine Aufmerksamkeit! Das spricht von Stil ! Flugeigenschaften:

Der ATRAX F ist mehr für den fortgeschrittenen Speedpiloten.

Auch er startet nicht von allein. Man braucht einen Assistenten, der ihn gerade hochwirft. Landungen, wie bei allen ähnlichen Speeddrachen: langsam vom Himmel fallen lassen. Das geht am bruchsichersten, wenn man ihn am Windfensterrand heruntergleiten läßt.

Er ist, wie erwartet, schneller als der größere Bruder. Aber: Oh! Nicht unkontrollierbar schnell. Auch der kleine ATRAX F bleibt in Kontrolle.

Die Loopings in der Windfenstermitte sind fast ohne Höhenabfall. Er zieht moderat. Ich bin ihn bis Bft. 8 geflogen – hatte dabei 30 m / 70 Kp Schnüre. Die sind dann ideal.

Wie auch bei seinem größeren Bruder, ist das Verhalten 25 % vor dem Windfensterrand bei schnellen Loopings so, dass er sich das Segel platt zieht – flach wird – fällt – sich auffängt..weiter geht der Flug. Erfahrene Piloten kennen dieses Verhalten von den meisten Speeddrachen, die keine harte Standoffausstellung haben. Wer es im Griff hat, spielt damit.

In den mittleren Winden und Schnüre von 50 Kp / 25 – 35 m machte der ATRAX F richtig Laune. Hier ist es wie ein Tanz mit dem Wind:“Darf ich bitten ?“

(Das letzte Foto ist mit dem Effekt der Solarisation im Foto-Shop gemacht.)
Vergleich in seiner Kategorie:

Vergleicht man den ATRAX F mit Speeddrachen seiner Größe und ähnlichen Segelschnitts, ist er von der Geschwindigkeit eher im unteren Mittelfeld, von dem Flugvergnügen weiter oben. Fazit:

Der KLEINE ist edel – witzig gebaut – `ne Marke.

Speedflug zum Launemachen, da er einen nicht überfordert. Ein echter Speedbursche – ohne Ambitionen auf Power.

Eine saubere Arbeit, Christoph & Barbara!.

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