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Fata Morgana

Groningen-KAP1

(MS)Vor ungefähr 2 Monaten habe ich das Angebot bekommen, für Kite-tests.de zu schreiben. Als Jürgen mich fragte, konnte ich es kaum glauben, dass ich als relativ unerfahrener Kiter und Schreiber bei so einer international bekannten Seite wie Kite-tests.de die Chance kriege, Texte zu veröffentlichen.

Gänsehautgefühl pur!

Nachdem ich das einmalige Angebot angenommen hatte, fragte ich mich wie ich an meine erste Story kommen soll…. wie fängt man so etwas an, fährt man einfach zu Kitefestivals und spricht die Stars aus der Szene an, oder legt man sich in die Dünen von, zum Beispiel Schiermonnikoog und beobachtet die Kiteverrückten. Beides wären sicherlich Optionen gewesen, um an die erste Story zu kommen, aber wie so oft im Leben kommt es doch meistens ganz anders.. so auch in diesem Fall. Ich befand mich gerade in der Klausurenrunde und hatte den Kopf mit allen möglichen Begriffen und Theorien voll, als ich an einem sonnigen Sonntag mit meinem klapprigen Damenrad zur Unibibliothek fuhr. Da passierte es, vor der letzten Linkskurve zur Bibliothek, sah ich einen

roten Drachen über die Dächer von Groningen flattern. Ich hielt es ehrlich gesagt im ersten Moment für eine Fata Morgana, da ich nie damit gerechnet hätte, dass man mitten in der Innenstadt einen Drachen steigen lässt. Aber es war keine Fata Morgana, der rote Ein-Leiner existierte tatsächlich und wurde von zwei Männern, einem jüngeren und einem älteren, gekonnt in der Luft gehalten. Bei genauerem Hingucken entdeckte ich, dass ziemlich weit oben von der Schnur eine Kamera befestigt war. Die zwei machten anscheinend Fotos von der Uni aus der Vogelperspektive oder besser gesagt aus der Drachenperspektive! 😉

Jetzt hatte ich mir so viele Gedanken gemacht, wie ich an meine erste Story komme, und plötzlich schien sie zu mir zu kommen. Ich verspürte den Drang, auf die zwei Männer zuzugehen und sie anzusprechen, allerdings wusste ich nicht wie ich das genau anstellen sollte, ich war ja Null vorbereitet. Das war dem Geist des „Jürgen Okronglis“ allerdings egal (ich wusste gar nicht, dass der auch in Groningen ist!) und schubste mich in Richtung der zwei Männer. Da stand ich jetzt. Weil die Drachenflieger mich schon anguckten musste ich irgendwas sagen, gesagt habe ich folgendes: „Mag ik even iets vragen?“ (darf ich mal was fragen?) Der Jüngere antwortete sofort mit „ja hoor!“ (Ja klar) und in dem Moment dachte ich schon „ach du S…, warum war das jetzt die einzige Frage die du dir überlegt hattest“. Um ein peinliches Schweigen vorzukommen fing ich an ihnen zu erzählen was ich mache, was ich mit Drachen zu tun habe und so weiter, einfach nur, dass ich redete. Irgendwie schien es den zwei wenig bis gar nicht zu interessieren, was ich alles schon so tolles gemacht habe, und dann schoss mir urplötzlich diese Frage heraus: Voor wie doen jullie dat hier eigentlijk?“ (Für wen macht ihr das eigentlich hier?) Für uns, einfach nur so, meinte der Ältere. Ich: „Boah vet!“ (Boah fett) Sie fingen an zu lachen und dann meinte der ältere zum jüngeren: „dat klingt toch maar leuk!“ (Das hört sich doch mal gut an!) Er drehte sich zu mir, zog einen Stapel Visitenkarten aus seiner Hosentasche und streckte sie mir wie beim Kartenspiel entgegen. Auf den Visitenkarten waren alles verschiedene Luftaufnahmen zu sehen und ich durfte mir jetzt davon eine aussuchen. Cool !  

Was für eine Begegnung! Wenn ich in Zukunft mit Drachenliebhabern zu tun habe, werde ich die Frage „für wen macht ihr das hier eigentlich?“ einfach streichen, da ich wahrscheinlich nie eine andere Antwort als „nur so“, „für uns“, „weils Spaß macht“ oder „weils cool ist“ kriegen werde. Drachenliebhaber sind halt ganz spezielle Menschen und wenn sie einen Drachen steigen lassen, dann immer nur weil es ums Feeling geht, dem unbeschreiblichen Kitefeeling! Das erklärte auch, warum die zwei die Menschenmassen, die sich in einem breiten Kreis um sie versammelten, nicht wirklich bemerkten. Normalerweise bewegen sich hunderte Fußgänger und Fahrradfahrer in der Innenstadt von Groningen auf und ab, aber an diesem Sonntag blieben alle, die in die Nähe des Drachen kamen, stehen und guckten mit großen Augen, was hier passierte. Die zwei offensichtlichen Routiniers lenkten den Drachen mit viel Fingerspitzengefühl in alle erdenklichen Positionen am Himmel, um möglichst viele verschiedene Fotos zu erhalten. Die Neugierde nach den Resultaten von den Luftaufnahmen aus einer Höhe von ca. 100 Metern, war mir an meiner angespannten Körperhaltung deutlich anzusehen. Die zwei Männer hingegen blieben ganz cool stehen und holten nach einiger Zeit den Drachen samt Kamera in aller erdenklichen Ruhe zurück auf den Boden. Dicht zusammenstehend und abgeschirmt von den Rest der Menschen nahmen sie die Kamera in ihre Mitte und guckten sich die Bilder an. Dann schauten sie sich an, nickten sich zufrieden zu und packten ihre Sachen zusammen. Wie gerne hätte ich ein Blick auf die Fotos geworfen, aber ich hatte das Gefühl den magischen Moment nicht durchbrechen zu dürfen. Zum Glück befindet sich auf der Visitenkarte ein Internetlink auf dem alle ihre Fotos zu sehen sind. Spannend!

Unbenannt

Academiegebouw Groningen

Academiegebouw Groningen

 

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Für alle die sich näher für die Fotos von Eric Kieboom (in der Story der ältere Mann) und  Wessel Dijkstra (der jüngere) interessieren hier die passenden Links:

http://flickr.com/kapturer

http://flickr.com/wessel-dijkstra/5462474427

http://flickr.com/kapturer/sets/72157626112614520/detail/

Der Zodiac 2.5 von Space Kites

In Zeiten von Trickpartys und Speedkitewettbewerben, Powerkites und Stackwettkämpfen, entwickelt Michael Tiedke einen Drachen, bei dem es auf alle diese Dinge nicht ankommt, sondern auf das Eigentliche am Drachenfliegen: Er entwickelt mit dem Zodiac 2.5 einen Drachen, der den Leuten zeigen soll, wie entspannend und schön, wie ruhig, harmonisch und wohltuend Drachenfliegen sein kann. Ob ihm dies gelungen ist, zeigt der folgende Test:

Spannweite: 250 cmBild8fertig

Höhe :108 cm

Gewicht : 380 g

Waage : 3-Punkte Waage

Geschw. : langsam

Windbereich: 1-4 bft

Bestabung: Leitkante 6 mm Carbon

QS: Skyshark 5 Pt

Verbindertechnik: APA

Preis: 189 € (Custom Colors möglich)

Erster Eindruck:

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Der erste Eindruck ist immer der Wichtigste. Es ist der Moment, in dem man entscheidet, ob man Jemanden oder Etwas mag. In meinem Fall ist mir der Zodiac 2.5 direkt sympathisch und ich schließe nicht aus, dass daraus eine Freundschaft werden kann. Sowohl die Verarbeitung scheint auf den ersten Blick sehr gut gelungen zu sein als auch das Segeldesign mit dem farblich markant hervorgehobenen Z auf den Segelhälften. Michael Tiedke bietet jedem Käufer die, nicht selbstverständliche, Möglichkeit „seinen Zodiac 2.5.“ in den Farben zu wählen, die er persönlich am schönsten findet – Ohne Abstriche.

Verarbeitung:

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Die Verarbeitung des Zodiac kann nicht anders als sehr gut beschrieben werden. Alle Panele sind sauber miteinander vernäht und es sind weder Rück- noch Überstände vorhanden. Die kleine Nase ist akurat aus LKW-Plane gearbeitet und so genäht worden, dass sich die Schnur nicht daran verfangen kann. Die Standoffhalter sind auf der Segelrückseite durch eine extra angebrachte Lage Klettband abgedeckt. Dadurch entsteht eine Tasche, die in Richtung Segelunterseite hin offen ist. Falls ein Standoff mal zu Bruch gehen sollte, kann dieser ohne große Probleme ausgetauscht werden. Sowohl die obere als auch die untere Querspreize sind abgedeckt und sogar die Stelle an der der Kielstab und die obere Querspreize aufeinandertreffen ist doppelt verstärkt! Alles in allem kann man sagen, dass die Verarbeitung wirklich keine Wünsche offen lässt und man höchstens ein paar Fäden, die neu angefangen wurden, bemängeln könnte.

Flugeigenschaften

Der Zodiac 2,5 ist ein Drachen, der trotz der Auslegung als „Standard“ schon sehr früh fliegt. Ab 1 Bft kann man ihn im Binnenland schon in der Luft halten, wenn andere Piloten noch ihren UL fliegen müssen. An der See wird dieser Wert sogar noch unterschritten. Diese Leichtwindeigenschaften wirken sich jedoch leicht auf seinen oberen Windbereich aus. Deswegen sollte man ab 4 bft den Zodiac wieder in seine Tasche packen. Es ist nicht so, dass der Drachen nicht mehr aushalten würde, es macht jedoch einfach keinen Spaß mehr ihn zu fliegen. Er zieht relativ stark, wird schneller und auch Tricks sind mit ihm nicht mehr fliegbar, weil es sehr schwer wird den Druck aus dem Segel zu nehmen.

Aber nun zu den eigentlichen Flugeigenschaften. Der Zodiac 2.5 ist ein Drachen, der mit einem Begriff umschrieben werden kann: „elegant“.

Das merkt man in erster Linie an den Kreisen und Ecken. Diese wollen nicht schnell oder besonders knackig geflogen werden, sehen aber sehr schön aus, wenn der Pilot ruhig bleibt und dem Drachen Zeit gibt die Manöver auszuführen. Dabei ist es egal, ob die Kreise groß oder klein, die Geraden eher lang oder nur kurz zwischen einzelnen Tricks oder Figuren geflogen werden. Der Zodiac wackelt fast nicht nach und vollführt am Himmel alle Figuren schön und langsam.

 

Eine weitere Seite des Zodiacs, die mit Eleganz zu tun hat, ist sein Trickbereich.Bild2fertig

Der Zodiac ist kein reiner Trickflieger. Er ist für all diejenigen Leute gemacht, die nicht so viel Wert auf die neuesten und ausgeflipptesten Tricks legen, sondern bei denen die Oldschooltricks im Vordergrund stehen. Der Zodiac macht das Tricksen nicht schwer. Er verzeiht dem Piloten den einen oder anderen Fehler, will aber etwas mehr geführt werden als andere Drachen. Aber das ist noch nichts wirklich besonders an dem Drachen, sondern dies trifft auch auf viele andere Drachen zu. Was ihn zu etwas Besonderem macht ist, dass er die Tricks um einiges schöner und eleganter ausführt als andere Drachen. Alle Bauchtricks gehen sehr einfach und langsam von der Hand. Im Fade liegt der Zodiac wie angenagelt und vor allem der Sideslide ist ein wahrer Genuss. Mit viel Gefühl bekommt man auch mal eine Jacobsladder oder einen Cometen hin, wobei der Drachen sich bei dem letztgenannten Trick sichtlich unwohl fühlt. Aber dieses Kriterium der „Trickfähigkeit„ steht bei m Zodiac ohnehin nicht im Fokus des Entwicklers und sollte auch nicht für den Piloten das ausschlaggebenden Kriterium sein. Dieser Drachen soll nicht alle Tricks können, er soll nicht zeigen, wie schnell, stark oder trickreich ein Drachen sein kann. Er soll vielmehr dem Piloten zeigen, wie schön und entspannend dieses Hobby sein kann. Sei es bei einem Sonnenuntergang am Meer, wo man parallel zur Wasserlinie eine Gerade fliegt und in der Mitte des Windfensters mit der Flügelspitze kurz das Blaue streift. Oder sei es im Binnenland, wo man an einem schönen Herbst- oder Wintertag einfach ein bisschen entspannen will, sich seinen Zodiac schnappt und einfach ein paar ruhige Minuten damit verbringen will den Drachen „einfach nur in der Luft zu halten“. Für diese Stunden ist der Zodiac entwickelt worden und erfüllt diesen Zwecke aufgrund seiner Präzision, Langsamkeit und (hier ist das Wort wieder) seiner Eleganz vollkommen.

In Zahlen

Geraden: 7

Ecken: 7

Loops: 8

Axel: 7

Cascade: 8

Slotmachine: 8

540ziger: 8

Axel to fade: 7

Fade: 8

Sideslide: 9

Backspinn: 0

Backflip: 5

Comet: 2

Jacobs Ladder: 4

Wickeln allgemein: 0

 

Zodiac2Vergeich

 

Der Zodiac 2.5. ist ein Drachen, der in seinem Preissegment mit Sicherheit für Furore sorgen wird. Besonders Piloten, die Wert darauf legen einen schönen, großen und majestätischen Drachen zu fliegen, werden mit dem Zodiac vollauf zufrieden sein.

Fazit

Michael Tiedke hat mit dem Zodiac 2.5 einen Drachen geschaffen, der vielleicht nicht den Trickjunkie oder den Speed- und Powerfanatiker ansprechen wird. Dies ist aber auch gar nicht die Zielsetzung bei der Entwicklung des Zodiacs gewesen. Michael hat einen Drachen entwickelt, der den Menschen zeigt, worauf es beim Drachenfliegen eigentlich ankommt: Es geht um Entspannung, Freude, Schönheit und Harmonie, eben all das, was viele Leute im Alltag nicht haben, auf der Drachenwiese aber finden können und wollen. Und um dieses Gefühl der Leichtigkeit und vielleicht auch der Sorgenfreiheit zu finden ist der Zodiac perfekt geeignet. Er besitzt die Fähigkeit nach einem stressigen Tag den Geist zu beruhigen. Mit ihm kann man die Seele baumeln lassen. Das kann ein Pilot weder durch wilde Trickserei noch durch die Gewalt eines Drachens erreichen, sondern nur dadurch, dass er langsam und ruhig seine Bahnen zieht. Es gibt meditatives Bogenschiessen, Malen, oder Singen. Wenn es Meditatives Drachenfliegen geben würde, wäre der Zodiac 2.5 der geeignete Drachen dazu.

 

 Zodiac3

Cooper 4.4 – Ein Hochleister MADE IN HOLLAND

cooper1Das Modell COOPER entstand als Selbstbauprojekt im Windkanal und wurde zu einer professionellen Modellreihe ausgebaut. Siegers Vliegers aus Nordholland produziert die Schirme, aus deren Reihe wir die 4.4 im Test hatten.

Die ganze Modellreihe erstreckt sich von der 2.1 qm/139,75 Euro über die 2.6/183,60 Euro ; die 3.3/230,72 Euro ; die 4.4 ; die 5.6/337,10 Euro ; die 6.9/393,24 Euro ; die 8.3/449,18 Euro bis zur 10.2 für 512,92 Euro.
Die 4.4 wählten wir zum Testschirm, weil sie „mittig“ liegt und mit einem Windbereich von 2 – 6 Bft. angegeben wird.

Als die ersten Nachrichten über die Cooper zu KITE-TESTS.de gelangten, schickte Jürgen O. mir den Link www.cooperkites.nl zur Cooper-Seite. Die Seite ist dürftig, aber die aufgeführten Siege in Wettbewerben, sprechen ihre eigene Sprache. Ein Schirm, allein gebaut für Piloten mit entsprechender Erfahrung. Das machte mich neugierig. Erster Eindruck:

Jürgen hatte das Telefon noch nicht aufgelegt, um mir zu sagen, dass der Schirm auf die Insel unterwegs ist, da kam auch schon das Paket von SIEGERS VLIEGERS. Der Drachensack war schlicht, für heutige Verhältnisse einfach. Aber ich muss sagen, dass ich in den letzten Jahren sehr verwöhnt wurde, was Schirmverpackungen anging. Es waren immer ungemein praktische Rucksäcke, in denen das dazugehörige Material genügend Platz fand. Letztendlich geht es um den Flieger, und der Niederländer in mir möchte auch nicht mehr als eben nötig bezahlen.
OK! Packe ich `mal aus ! Das Tuch ist SKYTEX PORCHER Sport 40 g/qm. Es fühlt sich noch so unheimlich neu zwischen meinen Fingern an. Die schwarzen Vorleinen liegen noch ungebraucht und jungfräulich, während sie auf den Schirm gerichtet sind.
Auf dem Boden liegend, ergibt sich eine Spannweite von 4,87 m bei 37 Zellen. AR 5.4 / AR proj. 4.1 Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist auf die Notwendigkeiten ausgerichtet. Es ist kein „Stück“ mehr an dem Schirm, als es sein muss. Das wirkt sich deutlich auf das Preis-Leistungsverhältnis aus. Hier ist die COOPER ganz weit in der Spitzengruppe. Flugeigenschaften:

Gut, jetzt gehen wir zum Strand. Der erste Test findet bei Bft. 3 (8 Knoten) statt. Die COOPER fliegt. Und sofort macht sie auch Druck.Die Besonderheit: schon bei geringem Wind beißt sie sich im Wind fest und macht Deine Arme lang. In diesem unteren Windbereich hat sie am Windfensterrand etwas Mühe, sich ganz aufzublasen. Das Tuch ist nicht immer stramm. Die Flugeigenschaften werden aber zunehmend besser.
Buggyfahren gelingt schon und lässt viel Vorfreude aufkommen, für die Tage mit mehr Wind.
Die Windstärke erhöht sich auf 15 Knoten (Bft. 4)- doppelte Geschwindigkeit – nun aus östlicher Richtung. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich Tim Verkerk (13) mit in den Test (er ist auch unter Stories schon zu sehen: Fly-Border, Buggy, Surfer, Kiter, Man-Lifter). Tim probiert sofort aus, mit der Cooper in die Luft zu springen, weil es kennt und mag. „Dafür ist sie nicht gemaaacht,“ rufe ich noch, doch Tim ist zufrieden. Dann eben etwas Boarden. Der Schirm sieht da oben am Himmel etwas schmal aus – seine Kraft ist aber alles andere als das.
Als wir den Schirm gerade vor uns in Bewegung setzen, wird deutlich, wie sehr ein paar Räder mehr den Spaß am Strand deutlich erhöhen. Auf den ersten paar Metern ist die Beschleunigung so gewaltig, dass man an einer Ampel alles hinter sich gelassen hätte, was einen Motor hat. Selbst an dem relativ schmalen Strand dieses Tages, kommt es zu hohen Geschwindigkeiten. Die Cooper such sich ihre Ecke und beißt sich fest – Du wirst mitgezogen. Der Fahrtwind tut noch das Seinige dazu. Es ist ein harter Törn. Besonders faszinierend ist die zu erreichende Geschwindigkeit und die Wendigkeit des Schirmes. Schnell fahren geht gut – aber auch die feineren Manöver lassen sich prima angehen: Loops und Komplizen. Wir geben den Impuls – die Cooper die Antwort. Gute Arbeit.

Die Cooper ist im Bereich Bft. 2 – 6 kontrolliert einsetzbar.

Kehrseite der Cooper-Kraft ist, dass sie nicht der Flieger ist, mit dem man dem kleinen Bruder das Fliegen beibringt – aber, man soll einen Hochleister ja auch nicht zweckentfremden. Die Kraft der Cooper verlangt einen Piloten der Erfahrung hat und genau weiß, was er zu machen hat – auch in schwierigen Situationen. Wenn Du aber einen Qualitätsschirm suchst, der Dich alle Ecken des Strandes kennenlernen läßt, ohne dass das Lächeln aus Deinem Gesicht verschwindet – DANN IST DIE COOPER DIE RICHTIGE FÜR DICH.
Vergleich in seiner Kategorie:

Ich möchte auf den Preis der Cooper zurückkommen. Da steht sie zur Konkurrenz ohne Vergleich. Die von uns getestete Cooper 4.4 erhält man im Ready-to-fly-Set zu einem Betrag von 283,22 Euro. Damit ist sie ein Schnäppchen, ohne an Qualität einzubüßen. Die Cooper 4.4 kann – ohne Frage – mit ihren meisten Wettbewerbskonkurrenten mithalten. Fazit:

Die COOPER 4.4 ist MEHR ALS IHR GELD WERT.
Geschwindigkeit 9 von 10

Leistung 9 von 10

Handling 8 von 10

Dosierbarkeit 8 von 10

Gutmütigkeit 8 von 10

Anfängertauglichkeit 7 von 10

Verarbeitung 8 von 10

Preis – Leistung 9 von 10

Hersteller Siegers Vliegers NL

Kategorie Hochleister

Größe / Preis 4.4 qm / 283,22 Euro

Bezug www.siegersvliegers.nl.

Der URBAN NINJA..

20091009195451(jo).. ist bereits als urbaner Bewegungsartist KULT. Thomas Horvath(CH), der Konstrukteur. KiteWalker.de die Hersteller. Volango.de der Vertrieb.
Breite 1.36 m. Höhe 1.oom. Gewicht 58 g. 3mm Kohle. Icarex PC31. Windstärke Bft 0 – 4. Preis 59 Euro.

Der URBAN NINJA trägt seinen Namen nach der Move-Artistik auf youtube unter Urban ninja zu sehen.

Von uns wurde der Drachen in den Gassen einer Kleinstadt, auf Wiesen mit hohen Baumumgrenzungen und .. getestet. Wir können ihn noch nicht aus der Hand geben. Sein Potential ist reich.

 

 

 

 

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IGEL Ball – Riesen-Igel gesichtet

IgelDie Koch-Socks sind ein Leinenschmuck für Einleiner. Das wissen VIELE. Dass sie aber auch zu ganz anderen Auftritten in der Lage sind, beweisen die folgenden Fotos. Ob am Fahrrad, am Lenkdrachen Rocket Racer von COLOURS IN MOTION oder am Fahnenmasten – er steht immer seinen IGEL.

Im Test war der BVB – Igel – für die Fan-Kurve ein MUSS. Der „gefüllte Igel“ ist nicht nur für Feinschmecker ein Schmaus. Liebt man andere Farben, gibt es ihn auch noch in ROT, BLAU, ORANGE, GRÜN und LILA.

Der Sommer kann kommen – die Igel hocken im Lager.
Erster Eindruck:

Sehr schön weiches Tuch. Dolle Wirkung, wenn er das 1. Mal voll aufgepustet ist. KLASSE !
Verarbeitung:

31 Stacheln – und was für Dinger. Da wird jeder Echt – Igel neidisch !

Geradeausnaht. Toll ! Das würde ich mir an der Nähmaschine nicht zutrauen. Jeder Igel hat auch noch eine Kopplungsschleife für weitere Igel (eine Igelgroßfamilie). Die Igeltasche ist sehr geräumig und aus hochwertigem Taschenmaterial, so dass ich meine (große) Kamera schon `mal da einbette – praktisch !

Ich zeige den Igel meinen Nähkollegen aus dem Club. Sie sagen: „Den lassen wir für 20 Euro mit Tasche, Wirbel und Alukarabiner nähen“.
Flugeigenschaften:

Beim nächsten Mal werde ich den IGEL auch an einen Einleiner hängen. Versprochen.

Nur: Jetzt kamen mir so viele andere Ideen.

Er ist geeignet für Winde ab Bft. 2.5 bis gut und gerne 6+ (wenn der Einleiner das aushält).

Prall gefüllt, ist er sehr schön anzusehen. Ein Leinenschmuck der besonderen Art. Und das auch noch als Möglichkeit zur IGEL-Kette… YESSS !
Vergleich in seiner Kategorie:

Er gehört zu der Art Leinenschmuck, die immer wieder neu kombiniert werden können und ergänzt werden kann, je nachdem, was der Geldbeutet sagt.

Das bringt ihn ganz nach vorn in punkto Leinenschmuck.
Fazit:

20 Euro für so einen dicken Igel. Da wird jeder Naturschützer neidisch.

Eine schöne Idee: optisch, nähtechnisch und aus dem Blickwinkel des Geldbeutels.

Hersteller Colours in Motion, Wolfgang Grimsel

Durchmesser 80 cm

Extras Kugellagerwirbel, Alukarabiner

Stacheln 31

Tuch Spinnaker Nylon

Gewicht 140 g

Packmaß Beutel 28 cm x 28 cm

Windbereich Bft. 2.5 – 6+

Preis 20 Euro

Bezug www.coloursinmotion.de (+ Fachhandel)

Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: Jürgen Okrongli

VECTOR KITEBAG – Die neue, aufwendige Drachentasche aus dem Hause VECTOR

Text von: Thomas Müller
Fotos von: Thomas Müller

Hersteller VECTOR

Maße 1.70 m x 24 cm x 34 cm

Preis in Euro ca. 75,-

Bezug Fachhandel

Beim Thema Drachentaschen spalten sich die Meinungen. Die einen bevorzugen Rolltaschen, die anderen einfache Taschen mit oder ohne Einschubfächer. Der Markt ist groß, die Auswahl riesig. Für die einen ist ihre Drachentasche nur Mittel zum Zweck, für die anderen auch Statussymbol. Bisher gab es bei den einfachen Taschen wenig Aufwendiges/ Edles. Meist sind diese Drachentaschen, mit oder ohne Einschubfächer, schlicht gehalten. Hauptsache robust und praktisch. Hier setzt VECTOR mit seinem KITEBAG an: so praktisch, wie eine Drachentasche ohne Einschubfächer, soviel Organisation bei den Kleinteilen wie möglich und das gewisse Etwas an Luxus, das es sonst nur bei den Rollbags gibt.

Ob das VECTOR KITEBAG diese Ansprüche hält, wird der Test zeigen…
Erster Eindruck:

Verarbeitung:

Aufwendig. Die Tasche besteht außen aus verschiedenfarbigem Cudura, innen aus silberfarbener Gewebeplane und ist komplett gepolstert. Der Handgriff und der Schulterriemen sind doppelt genäht. Zwei quer und ein lang aufgenähter Gurt geben zusätzlichen Halt und verhindern ein Ausreißen. Die Gurtschlösser und Reißverschlüsse sind üppig gewählt und vermittel einen grundsoliden Eindruck. Die beiden Schlaufen am Kopfende sind in die Taschennähte eingearbeitet und noch mal zusätzlich vernäht. Auf der Verschlußseite, dem Deckel, ist eine Utensilientasche aufgenäht. Im Inneren wurde eine komplette Brieftasche mit Handyfach eingearbeitet. Auf der Deckelinnenseite befinden sich 13 Gazeeinschübe für Winder etc., die mit Klettverschlüssen versehen sind. Damit aber noch nicht genug: an den beiden Längsseiten des VECTOR KITEBAGS befinden sich noch mal, über die ganze Länge, große Gazefächer, die auch mit Klettverschlüssen versehen sind.
Flugeigenschaften:

Anfänglich dachte ich noch:“Macht die ovale Form des KITE BAGS einen Sinn? Ja, in der Praxis zeigt es sich. Die Dimension der Tasche täuscht. Sie ist mit knapp 40 cm in der mitte breiter, als sie wirkt. An den Enden mißt sie immer noch 20 cm. Somit hat das KITE BAG nicht nur Platz für über 10 Drachen, sondern es bleibt mittig genügend „Luft“, um die Gazefächer auch wirklich nutzen zu können, ohne zu starken Druck auf die Drachen zu geben. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass kuze Drachen, wie z.B. mein Airbow, mittig abgelegt, nicht verrutschen. Somit bleibt das VECTOR KITEBAG immer gut ausbalanciert und ist dadurch angenehm am Handgriff zu tragen. Die Länge der Tasche ist allerdings etwas knapp geraten. Sehr lange Drachen, wie der TrickTail, spannen etwas. Mir persönlich ist das lieber, als unnötig lange Drachentaschen, die an einer Seite herunterhängen. Auch beim Verstauen im Kofferraum macht die ovale Form einen Sinn. Das Oval bietet mittig viel Stauraum und kann in den Spitzen durch die Durchreiche in der Rückwand geschoben werden. Beim Ein- und Ausräumen machen so die Griffe an dem Kopf- und Fußende Sinn. Einfach praktisch.. Beim ersten Öffnen des Deckels denkt man noch:“Warum haben sie die nicht größer gemacht?“ Wer seine Drachentasche bei schlechtem Wetter gern auf den umgelegten Beifahrersitz legt und öffnet, kennt das Problem: die Tasche hängt, ähnlich einer Bananenschale, herunter. Das passiert hier nicht. Als praktisch zu erwähnen bleibt noch die silberne Innenfarbe der Tasche. Endlich mal kein Schwarz. Man findet nicht nur seine Drachen, die ja oft auch schwarze Köcher haben, sondern auch verloren gegangene Kleinteile leichter wieder.
Vergleich in seiner Kategorie:

In der Klasse der Drachentaschen ohne Einschübe belegt sie einen vorderen Rang. Eine Tasche, die vom „Glamourfaktor“ her dem Prism Rollbag um nichts nachsteht.
Fazit:

Mit ca. 75 Euro bietet sie das beste Preis-Leistungsverhältnis. Endlich gibt es auch für die, die mit Rollbags nicht klar kommen, eine aufwendige Tasche, in der auch das Zubehör aufwendig verstaut werden kann. Einziger Wermutstropfen ist die etwas knapp geratene Länge. Wie im Test gesagt, stört es mich persönlich nicht. Ich bekomme alle meine Lieblinge hinein. ..und…. sie saugt nicht.

R-Tex – – die Schnur aus dem Hause Ryll

Text von: Andreas Schulz
Fotos von: Andreas Schulz

Hersteller: Michael Ryll

Kategorie: Zubehör / Leinen

Preis: Unterschiedlich, nach Kombination

Bezug: www.drachenmarkt.com

Flugleinen stellen die Verbindung zwischen Drachen, Lenkschirme etc.
und dem Piloten dar.

Grade im Traction Bereich werden hier enorme Belastungen auf die Schnüre geleitet, nicht selten „hängt“ der Pilot förmlich in mehreren Metern Höhe an diesen Leinen.

Umso bedeutender ist die Frage des Vertrauens in die Schnur.

Kite-Tests hat sich die R-Tex Leinen einmal genauer angeschaut und hat diese über eine Session intensiv den Belastungen im Bereich Traction ausgesetzt.
Erster Eindruck:

Das R-Tex Leinenset wird auf einem Winder ausgeliefert.
Die Schlaufen sind großzügig dimensioniert, der Buchtknoten kann einfach geschlauft werden.

Die Schlaufen sind durch einen Doppelknoten gesichert, ein Durchrutschen der Mantelschnur ist ausgeschlossen.

Die Mantelschnur ist an den offenen Enden gegen Ausfransen mittels Hitze gesichert.

Durch die unterschiedliche Farbgebung der Mantelschnur behält man den Überblick.

Insgesamt betrachtet stellt sich die R-Tex als sauber verarbeitetes Leinenset dar.
Verarbeitung:

Primär läßt sich erwähnen, das alle Leinensets individuell im Hause Ryll abgelängt werden.

Beim Auslegen der Schnüre und Abspannen ist festzustellen, das alle Leinen exakt gleich lang sind.

Die R-Tex Leinen werden beim Konfektionieren mechanisch vorgedehnt, die endgültige Länge wird im Laufe des Einsatzes des Lenksets erreicht, wobei aber auch hier eine gleichmäßige Endlänge aller
Schnüre erreicht wird.

Insgesamt dehnt sich das Leinenset nur wenig nach, da dies auch noch in gleichen Verhältnissen geschieht, ist es nicht nötig, hier den Buchtknoten der Schlaufe zu öffnen, um nachzukorrigieren. Das gefällt, so muss es sein.

Die Leinen an sich sind nicht zu eng geflochten, dennoch relativ glatt.

Positiv auffällig ist , das in keinem Leinenset ein Ansatz (Verschweißnaht), bedingt durch die industrielle Fertigung, zu finden war.

Dadurch zeigt sich das Lenkset insgesamt von einer absolut sauberen Verarbeitung, Bestnote.
Flugeigenschaften:

Wir haben die R-Tex an Lenkschirmen aller Kategorien getestet, vom Einsteigerschirm über den Intermediate bis zum Hochleister.

So konnten alle Formen der Kraftentfaltung auf die Leinen ertestet
werden, ob gleichmäßiger Zug oder plötzliche Kraftentfaltung nach einem Einklappen des Schirmes.

Der Luftwiderstand der R-Tex Leine ist trotz seines etwas stärkeren Durchmessers gegenüber Leinen anderer Hersteller nicht spürbar stärker.

Kein stärkeres Durchhängen der Leinen oder Einziehen der Endkappe durch das Gewicht der Leinen war zu beobachten. Im Gewichtsvergleich zu der etwas dünneren Cyclone Extreme war kaum ein bemerkenswerter Unterschied zu finden, 2 Gramm, das ist nichts…

Dies gibt einem ein sicheres Gefühl, gerade auch, will man Sprünge machen, sich liften lassen, etc.

Das Feeling der R-Tex Schnur im Gebrauch ist als optimal zu bezeichnen. Bei schwierigen Verhältnissen, böigem Wind, schlagartiger Kraftentwicklung, zeichnet sich die R-Tex durch eine gewisse Dämpfung aus. Vergleichbar mit einem gefederten Buggy.

Dies macht das Fliegen sehr angenehm, sehr easy.

Es gibt Leinen anderer Hersteller, die keinen Millimeter nachgeben, sie fühlen sich bretthart an, geben jede Windveränderung, jede Störung ungefiltert weiter an den Piloten, die Folge ist ein Flattern an den Handles, unangenehm. Nicht so die R-Tex.

Trotz dieser positiven dämpfenden Eigenschaft gibt die R-Tex die Lenkbefehle des Piloten ohne Verzögerung direkt an den Schirm weiter.

Excellentes Handling ist die Folge.

Auch im Loop, dem Eindrehen der Schnüre zeigt sich die R-Tex von Ihrer besten Seite.

Selbst bei mehrfachen Eindrehern bleibt die R-Tex leicht steuerbar, dies ist der guten Oberflächenstruktur sowie der Art der Flechtung zuzuschreiben.

Beim Fahren im Buggy mit der R-Tex unter höchsten Lasten, Seitendrifts etc. bleibt die Schnur ruhig.

Das Singen einer Schnur ist mit ein Indiz für deren Belastbarkeit. Mit zunehmender Belastung wird das Singen der Schnur immer höher.

Hier fängt die R-Tex im Vergleich mit anderen Schnüren
generell erst spät an einen Ton von sich zu geben.

Dieser ist dann nicht in Form eines hohen Singens zu hören, eher ein mittleres Pfeifen, dies gibt zusätzlich akustische Sicherheit, dass das Ende der Belastung noch lange nicht erreicht ist.

Bleibt die Frage der Haltbarkeit. Auch hier Bestnoten für die R-Tex.

Die ältesten Schnursätze, die in meinem Gebrauch sind, dürften schon 3-4 Jahre alt sein und zwischen 2000 und 3000 Buggykilometer auf dem Buckel haben.

Sommer wie Winter, Kälte wie Wärme ausgesetzt, dem Sonnelicht,
Sand, Staub, Salzwasser, halt das typische Programm einer Leine.

Von dem üblichen Verfärben , Vergilben der Schnur durch Schmutz einmal abgesehen, hat die R-Tex keine übermäßigen sichtbaren Verschleißspuren.

Die Leine ist kaum ausgefasert, nach wie vor ein
leichtes Ein- und Ausdrehen bei Loops. Keine sichtbaren Risse oder Spliss einzelner Fasern.

Im Bereich der Mantelschnur sowie im Bereich der Eindreher bei den Loops sind leichte Aufrauhungen der Oberfläche zu beobachten, diese sind aber völlig normal, bedingt durch die Reibung der Schnur
und beeinträchtigen die Haltbarkeit und die Flugeigenschaft in keiner Weise.
Fazit:

Mit der R-Tex aus dem Hause Ryll erhält der Pilot ein hochwertiges Leinenset, das neben einer absolut exakten Ablängung und einer hervorragenden Flugeigenschaft über eine hohe Belastbarkeit
sowie eine lange Haltbarkeit verfügt. Was will man mehr.

Im Vergleich zu den gängigen Leinensets in der Szene stellt die R-Tex auch noch eine günstigere Alternative dar.

Viel Schnur für kleines Geld, da muss die Devise lauten: Kaufen……antampen……………fliegen..

Garmin Geko – It´s Tool Time

Text von: Andreas Schulz
Fotos von: Andreas Schulz

Hersteller: Garmin

Kategorie: Zubehör

Preis: ca. 130 Euro

Bezug: Fachhandel, z.b Globetrotter

Wenn man mit dem Buggy oder dem MTB unterwegs ist, kommt irgendwann
der Wunsch auf, seine gefahrenen Strecken zu protokollieren, zu sehen, wie schnell mal unterwegs war, wie viele Kilometer man gefahren ist u.s.w

Der erste Griff geht dann zum Fahrrad Tachometer, doch kommt schnell Frust auf. Bei kabelgebundenen Geräten reißt man das Kabel durch, dann fliegt der Magnet weg, oder das Gerät setzt bei höheren Geschwindigkeiten aus usw.

So hangelt man sich von Tacho zu Tacho, probiert und probiert und spätestens nach einer weiteren Session ist der Tacho dennoch hinüber.

Ist bei einem Buggy die Montage eines Tachos relativ einfach, wird es
spätestens beim MTB schon um einiges komplizierter.

Abhilfe schafft hier ein Messsystem, das unabhängig von einem Rad oder einem fahrbaren Untersatz funktioniert, ein GPS Empfänger. Kein Abnehmer am Rad, kein wegfliegender Magnet, keine störenden Kabel.

Es gibt diese Geräte in verschiedenen Formen, ob als Armbanduhr fürs Handgelenk, oder in Form eines Handys.

Wir haben uns für die Handyversion entschieden und wollen uns nun den kleinsten GPS Empfänger aus dem Hause Garmin, den Geko, mal genauer anschauen.

Es gibt ihn in folgenden Variationen, Geko 101, Geko 201 und Geko 301.
Der Geko 101 besitzt keine Datenschnittstelle, der Geko 301 hat gegenüber den anderen beiden Modellen noch einen GPS unabhängigen Kompass.
Erster Eindruck:

KLein, gelb, kompakt und unheimlich leicht kommt er daher.
Mit Batterie kommt er gerade mal auf 90 Gramm.

Inclusive der Ein- / Austaste hat er lediglich 5 Tasten, über die sich die gesamte Funktionspalette des Gekos abrufen läßt.

So kann man den Geko nach dem Einschalten einfach in die Hosentasche stecken und seine Arbeit verrichten lassen.

Oder man packt ihn in eine Schutzhülle und positioniert ihn gut sichtbar an der Deichsel des Buggys. Ganz wie man möchte.
Verarbeitung:

Die Verarbeitung des Gekos ist hervorragend. Dieses Gerät ist ja auch für den Outdoor Einsatz konzipiert.

So ist nach IPX 7 Standard der Geko Wasserdicht für 30 Minuten in 1 Meter Tiefe. Das Gehäuse ist robust, neongelb mit Signalfarbe lackiert.

Die Maße sind: 4,8 cm x 9,9 cm x 2,4 cm (B x H x T)
Damit ist er kleiner als die gängigsten Handys und kann problemlos überall verstaut werden.

Umso erstaunlicher sind seine Features, die in ihm stecken, dazu später mehr.

Als Stromquelle wird der Geko mit 2 AAA Batterien angetrieben. Diese halten ca. 12 Stunden.

Alternativ kann der Geko mit 2 AAA Akkus betrieben werden, bei einer Kapazität von 900 mA/h halten dann je nach Außentemperatur die Akkus bis zu 8 Stunden Dauerbetrieb, bevor sie wieder geladen werden müssen.

Dies reicht für einen langen Tag am Strand völlig aus.
Flugeigenschaften:

Bevor wir uns dem Praxistest widmen, wollen wir zunächst einmal die generelle Funktionsweise eines GPS Empfängers kurz darstellen.

Der Garmin Geko ist ein reiner Empfänger. Er empfängt die Signale von Satelliten, die unsere Erde umkreisen. Der Geko empfängt die Signale mehrerer Satelliten, genauer gesagt, nimmt er sich die Signale mit dem stärksten Empfang.

Dadurch, dass er einen PhaseTrac12TM-Empfänger besitzt, kann er bis zu 12 Satelliten gleichzeitig empfangen. Dies gewährleistet eine genaue Positionsbestimmung von unter 5 Metern.

Bezogen auf den Längen- und Breitengrad, kann der Geko seine eigene Position auf der Erde bestimmen.
Bewegt sich der Geko , wird eine neue Berechnung der aktuellen Position durchgeführt. Je nachdem , wie schnell sich nun diese Positionsänderung vollzieht, kann dadurch auch die Geschwindigkeit errechnet werden.

Soweit die Funktionsweise eines GPS Empfängers.

Nun zur Funktionalität und zum Praxistest.

Nach dem Einschalten des Gekos sucht dieser nach empfangbaren Satellitensignalen, die er nach etwa einer Minute gefunden hat; nun ist er einsatzbereit.

Jetzt kann er entweder in einer Tasche verstaut werden oder sichtbar am Buggy.

Der Geko verfügt über 5 verschiedene Anzeigen auf seinem Display, die durch Drücken einer Taste nacheinander abgerufen werden können.

1.) Das Menü.
Hier können Sie ihren Geko konfigurieren.

2.) Die Satelliten Anzeige
Gibt einen Überblick über die gerade empfangenen Satelliten und deren Signalstärken

3.) Die Track Anzeige
Der Geko zeichnet innerhalb eines gewissen Zeitraumes einen Punkt auf das Display. Bewegt man sich, kommt ein weitere Punkt hinzu, es wird quasi eine Spur Ihrer Bewegung aufgezeichnet und auf dem Display grafisch dargestellt.

4.) Kompass Anzeige
Hier wird ein Kompass angezeigt, der einem die Himmelrichtung angibt sowie die aktuelle Geschwindigkeit.

5.) Der Trip Computer
Diese Anzeige ist mit der eines Fahrradcomputers vergleichbar.
Dies ist die Anzeigeart, die man wählen sollte.

Hierbei wird das Display in 4 Felder unterteilt, in der verschiedene Informationen abgelesen werden können.

Der Clou an dieser Sache: Sie können diese 4 Felder frei programmieren, das heißt, sie können selbst bestimmen, welche Information in welchem Feld erscheinen soll.

Dazu können sie aus einer Liste eine Funktion wählen und diese einem Feld zuordnen. Dies gestaltet sich recht einfach.

Als Auswahl haben sie 31 Funktionen, von Geschwindigkeitsanzeigen, Positionsanzeigen, Höhenangaben, km Zähler, Kursanzeige, Kursabweichungen, Peilung, Durchschnittsangaben, Angaben über Bewegungen und über Stillstand u.a.

Somit kann man sich seinen Geko individuell an seine Bedürfnisse anpassen.

Also rein in den Buggy und los gehts. Wir haben den Geko in eine eigentlich für Handys gedachte Schutzhülle untergebracht, die staub- und wasserdicht ist, und an der Deichsel befestigt wird.

Das Display ist während der Fahrt gut lesbar. Als Anzeige haben wir folgende 4 Funktionen gewählt:
aktuelle Geschwindigkeit, max. Geschwindigkeit, Tageskilometer sowie Gesamtkilometer.

Somit haben wir eine vollwertige Alternative zu den bislang mit Frust eingesetzen Fahrrad Tachometern.

Aber halt, es geht noch weiter…………

Nachdem ein toller Tag am Strand vorüber ist, der Geko fleissig seine Daten gesammelt hat, geht es weiter zur Analyse.

Im Display kann man auf einen Blick schnell erfahren, wie viele Kilometer man gefahren ist, was die max. Geschwindigkeit war, usw.

Fahrrad Tachos werden nun ausgeschaltet und verbleiben am Buggy, beim Geko geht der Spass und der spannende Teil
erst richtig los………

Auf der Rückseite des Gekos befindet sich eine Gummilippe, die umgeschlagen werden kann.
Darunter sitzen vier Kontaktflächen sowie eine Führung für einen Stecker.

Mithilfe eines Datenkabels kann man den Geko (ab Modell 201) via serieller Schnittstelle oder USB mit einem Computer verbinden.
Es gibt eine Menge von Freeware, mit der man die im Geko gespeicherten Daten auf den Computer downloaden kann.

Als einfache Software hat sich G7towin (einfach danach googeln) herausgestellt.

Man startet diese Software, lädt die gesammelten Daten in das Programm.

Der Geko hat während der ganzen Zeit, in der man am Strand unterwegs war, permanent Daten gesammelt.

Eigentlich hat er lediglich die Längen und Breitengrade, sowie die Uhrzeit dazu gespeichert.

Dies tut er vollautomatisch in regelmäßigen Abständen, abhängig von der Geschwindigkeit, mit der man sich bewegt. Aus diesen Werten errechnet sowohl der Geko als auch das Programm alle weiteren Daten,
wie z.b Geschwindigkeit.

Es entsteht eine Liste, in der man die unterschiedlichen Werte ablesen kann, wann war ich wo, wie schnell usw.

Diese Daten speichert man nun als Datei, idealerweise mit Datum als Dateiname ab.

Nun hat man wiederum mehrere Möglichkeiten. Man kann diese Datei z.b dem Programm Autoroute übergeben, der dann in eine Landkarte die zurückgelegte Strecke als Linie einzeichnet.

Oder man überträgt diese Datei via Internet an die Seite: http://gpsvisualizer.com
Dort macht man noch Angaben, wie diese Daten verwertet werden sollen und es wird eine Karte generiert, in der die zurückgelegte Strecke farbig nach Geschwindigkeit als Linie dargestellt wird und
in eine Satellitenaufnahnme des Ortes, wo man gefahren ist, eingebaut.
Dies kann man sich dann ausdrucken, als Bild speichern, etc.

So kann man zum Beispiel gut erkennen, wie schnell man auf welchen Kursen unterwegs war, ob Halbwindkurs, Raumwindkurs oder auf der Kreuz.

So ergeben sich unzählige Einsatzmöglchkeiten für den Geko.
Dies geht sogar so weit, dass man ihn als Navigationsgerät benutzen kann.

Ein Bekannter schaltet den Geko ein und fährt mit dem Auto z.B. von Römö nach Blavand.

Diese Daten werden als Datei gespeichert.

Diese Datei wird auf einen anderen Geko als Track gespeichert.
Nun aktiviert man die Track Back Funktion und läßt sich durch den Geko navigieren.

Mit Hilfe einer Anzeige im Display wird ständig mittels Zeiger die Richtung, in die man fahren muss angezeigt, sowie die noch verbleibenden Kilometer bis zum Ziel.

Es ergeben sich durch dieses kleine gelbe Gerät eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten.

Kennen Sie Geoarching??? Schatzsuche via GPS. Auch eine Möglichkeit an windstillen Tagen den Geko sinvoll zu nutzen.

Oder wollten Sie schon immer mal wissen, wie schnell Ihr Lenkdrache durch das Windfenster fliegen kann und wieviele Kilometer er am Himmel zurücklegt ????

Binden Sie den Geko einfach ans Gestänge, 90 Gramm sollte der Drachen doch heben können.

Oder eine Wandertour an der Wasserkante entlang, den Geko in der Jackentasche…………..
Fazit:

Der Geko 201 von Garmin bietet für seine 130 Euro eine Menge an Funktionen, die wiederum in sehr vielen Bereichen sinnvoll genutzt werden können.

Im Bereich des Buggys oder MTB wird er im Gegensatz zu den Fahrrad Tachos für Lust statt Frust sorgen.

Spätestens, nachdem der 5.te Fahrrad Tacho seinen Geist aufgegeben hat, wird man denken, hätte ich gleich den Geko genommen, dann sind nämlich die 130 Euro in Form von Tachoschrott aufgebraucht.

Also lieber gleich zu einem sinnvollen Tool gegriffen, an dem man lange Zeit seine Freude haben wird und der auch außerhalb des Drachensports noch universal einsetzbar ist.

Klare Kaufempfehlung..

Helmet – Helmet – Put a Lid on It !

Text von: Andreas Schulz
Fotos von: Andreas Schulz

Hersteller: HQ

Kategorie: Zubehör

Größen: S,M,L,XL,XXL

Preis: ca. 25 Euro

Bezug: Drachenfachhandel

Wer mit dem Wind spielt, sollte auch an seinen Schutz denken.
Dies gilt um so mehr, wenn man sich im Bereich Powerkiting
aufhält.

Ob im Kitebuggy, ATB oder eben auch Zugdrachenbereich, SAFETY FIRST
muss hier die Devise lauten.

HQ macht es als Hersteller von zugstarken Drachen vor und bietet dem
Piloten einen Satz an Sicherheitstools.

Unter anderem auch den HELMET, den wir uns einmal genauer angeschaut haben.
Erster Eindruck:

Der Helmet wird in einen Karton ausgeliefert; der große Unterschied zu anderen Helmen aus dieser Klasse:

Er wird in verschiedenen Größen angeboten.

In der Regel werden diese Art von Helmen in einer Größe, „One Size – fits all“, angeboten.

Damit man die Größe an den jeweiligen Kopfumfang anpassen kann, werden verschiedene Inlets angeboten, die sich in ihrer Stärke unterscheiden.

Nicht so beim Helmet.

Er wird in verschiedenen Größen angeboten, enthält zusätzlich insgesamt 3 verschiedene Inlets. Das macht Sinn, so kann man sich
sicher sein, das man einen gut sitzenden Helm erhält.

Ausgepackt zeigt sich der Helm in einem matten Schwarz mit einem sehr ansprechenden Design, ohne Schnörkel.
Verarbeitung:

Die Verarbeitung des Helmets ist durchaus gut gelungen.
Der Helm wird mit an 4 Punkten befestigen Gurten gesichert.

Die Schnappschnalle rastet deutlich hörbar ein, sitzt fest und hinterläßt keine Druckstellen unter dem Kinn.

Die Styroporeinlage ist sehr fest, feinporig und ordentlich mit der
Helmschale verklebt.

Auf dem Styropor sind die Klettbänder für die Inlets angeklebt.
Die Inlets bestehen aus 3 Teilen, einem Hinterkopfteil, einem Stirnteil sowie einem sternförmigen Aufsatz für den Oberkopfbereich.

Lediglich die Nieten, an denen die Gurtbänder befestigt sind, zeigen nach einiger Zeit Spuren von Flugrost.

Dies ist aber normal, benutzt man den Helm häufig in Küstennähe.

Man kann dem Auftreten diese Flugrostes gut entgegenwirken, indem man den Helm in regelmäßigen Abständen mit Seifenwasser abwäscht,
danach gut abtrocknet.

Der Helm trägt das CE Prüfzeichen, das CPSC Prüfzeichen sowie den
Hinweis, dass er nicht für motorbetriebene Fahrzeuge zugelassen ist.

Sein Betriebsfeld ist das Fahrrad, das Skateboard, Rollerblades laut Angabe im Helm.

Somit ist sein Platz im Powerkite Bereich ebenfalls anzusiedeln.
Flugeigenschaften:

Im Praxistest zeigt sich der HELMET von einer wirklich überzeugenden
Seite. Schnell findet man seine individuelle Einstellung. Der Helm sitzt fest am Kopf,ohne zu drücken.

Der Helm ist gut durchlüftet, selbst an heissen Tagen schwitzt man nicht darunter. Aufgrund der Helmform hat man ein großes Sichtfeld, es stört nichts.

An Tagen am Strand, an denen viel Wind herrscht und Sand fliegt, sollte man sich mit einer Schutzbrille zusätzlich ausrüsten, damit die Augen vor dem fiesen, fliegenden Sand geschützt sind.

Durch die geringen Helmmaße passen hier sämtliche Überzugbrillen
hervorragend über die Helmschale.

Selbst bei längeren Ausfahrten mit dem Buggy, kam unter dem Helm kein drückendes, störendes Gefühl auf, es passt einfach.

Auch hier noch ein Wort zur allgemeinen Sicherheit:

Sollte man mit diesem Helm einmal einen derben Sturz haben, so ist dieser Helm nicht mehr weiter zu benutzen. Es können sich Haarrisse bilden, die die Stabilität der Außenschale beeinträchtigen.

Dies gilt nicht nur für den von uns getesteten Helmet, sondern für
alle auf dem Markt befindlichen Helme, auch für den Intergralhelm.

Safety First muss ein hohes Gut im Powerkiting Sportbereich sein.

Auch sollte gesagt sein, dass mit zunehmenden Fähigkeiten und den damit verbundenen Risiken eines Piloten die Helmwahl ebenfalls überdacht werden sollte.

Wer mit dem Gedanken spielt, an Rennen teilzunehmen, sollte auch dementsprechend diesen Anforderungen seine Sicherheitsausrüstung anpassen.

Protektoren und Integralhelm oder Helm mit Kinnschutz sind in diesem Bereich einfach ein Muss.

Wer aber im Freizeitbereich sich schützen will, wer cruisen möchte
für den ist der Helmet ideal, ist er längst nicht so klobig, so schwer wie manch anderer Helm.
Fazit:

HQ bringt mit dem Helmet einen preisgünstigen, optisch ansprechenden,
technisch geprüften Helm auf den Markt, der seinen Platz beim Piloten
zwingend finden muss.

Wer keine Rennambitionen hat, wird in dem Helmet einen Helm finden, der die Sicherheit gibt, die man benötigt, dazu einen optimalen Tragekomfort.

Was will man mehr, ganz klar Daumen nach oben..