Crossfire – Intermediate Rakete von HQ

Text von: Andreas Schulz
Fotos von: Vera & Andreas Schulz

Hersteller: Invento HQ

Kategorie: Intermediate

Spannweite: Projezierte Fläche:

308 cm 2,10 m2 (2.4)

359 cm 2,87 m2 (3.2)

405 cm 3,66 m2 (4.0)

452 cm 4,56 m2 (5.0)

503 cm 5,63 m2 (6.3)

551 cm 6,77 m2 (7.7)

Anzahl der Zellen: 24 (2.4 = 18)

Aspect-Ratio: 3,0

Preis: Windbereich:

2.4 m2 229.- Euro 3 – 7 bft.

3.2 m2 259.- Euro 2 – 6 bft.

4.0 m2 299.- Euro 2 – 5 bft.

5.0 m2 329.- Euro 2 – 5 bft.

6.3 m2 359.- Euro 1 – 4 bft.

7.7 m2 399.- Euro 1 – 4 bft.

Bezug: Drachenfachhandel

Nachdem sich bestätigte, das HQ mit der Beamer einen wirklich gelungenen Schirm auf dem Markt platzieren konnte, lag es auf der Hand, dass nun das Sortiment weiter ausgebaut wird.

Crossfire heißt die nächste Stufe, ein reinrassiger Intermediate Schirm soll es sein.

Die Anforderungen wachsen hier natürlich sehr, inwieweit dies HQ gelungen ist, schauen wir es uns einmal an.
Erster Eindruck:

Beim Öffnen des Paketes von Invento schaute etwas großes Rotes aus der Kiste.

Sofort fällt wieder ein überdimensonaler Zipper ins Auge, keine Frage, Invento ist drin, Wiedererkennungswert 100%.

Der Rucksackstoff ist robust, schwer, Schnalle hier, Schnalle da, Platz ohne Ende, es gefällt.

Beim Öffnen des Rucksackes dann eine Überraschung nach der anderen.
Zuerst natürlich der Schirm, aber dann gehts weiter, man glaubt, es wäre Weihnachten und der Nikolaus öffnet den großen Sack voller sinnvoller Geschenke.

Zunächst einmal eine Anleitung, nein, Handbuch sollte man es nennen, gleich in mehreren Sprachen, vorbildlich. Weiter geht es mit 2 hochwertigen Erdnägeln, die den Kite sicher am Boden halten.

Dann kommt ein hochwertiges Leinen Set an den Tag, bei dessen Dimensionen einem klar wird, hier kann man sich voll reinhängen.

Weiter gehts mit einem Satz Handles, der gegenüber den alten Modellen der Beamer weiter verbessert wurde und wunderbar
in der Hand liegt.

Zu guter letzt 2 Handschlaufen, Kite-Killer genannt, dazu später mehr.

Das ganze wird abgerundet durch eine Video CD, Kiterherz, was willst du mehr ?

Alles in allem ein Rundum-Sorglos-Paket, Ready to Fly in Vollkommenheit, besser gehts nicht, 100 Punkte……. Verarbeitung:

Wie schon bei der Beamer ist die Verarbeitung der Crossfire sehr sauber.

Akutelle Features wie Dirt Outs, vernähte Waage aus Kevlar/Dynema, verstärkte Profile aus Mylar Folie, sowie verstärkungen an neuralgischen Punkten zeugen von einem hochwertigen modernen Produkt.

Die Nähte auf der Crossfire verlaufen exakt und grade, HQ typische Qualität eben. Dies bestätigt auch der Blick ins innere des Schirmes, alles sauber und aufgeräumt, keine losen Fäden, tadellos.

Alles in allem stellt sich die Crossfire als ein hochwertiges Produkt vor.
Flugeigenschaften:

Zu aller erst sei erwähnt: Auch wenn die Crossfire laut angaben von HQ auf Basis der Beamer aufbaut, so darf in keinem Fall der Eindruck entstehen, man hätte es hier mit einem sanften Schirm der nächst höheren Klasse zu tun, weit gefehlt.

Die Crossfire ist ein reinrassiger Intermediate, aber der Reihe nach.

Das Antampen der Crossfire ist einfach, die mitgelieferten Schnüre sind gleich lang. An den Bremstampen der Handles werden die beigefügten KITE-Killer mit angebuchtet, um die Handgelenke gelegt, passt.

Die ersten Flugversuche aus dem Stand zeigen, das die Crossfire ein festes Händchen an der Bremse benötigt.

Läßt man den Schirm ungebremst in den Zenit sausen oder fliegt man ihn zügig an den Windfensterrand, so schießt er gerne über. Dies liegt am maximalen Trimm des Schirmes, die Belohnung ist ein großes Windfenster.

Durch Wahl kürzerer Schnüre (18 – 20 Meter) kann dies etwas eingedämmt werden. Ein weiteres effektives Mittel gegen das Überschießen ist das Kurznehmen des Schirmes. Durch Engstellen der Bremse, so das die Crossfire gerade noch einwandfrei startet, kann man das Überschießen unterbinden.

Nachdem diese Einstellungen vorgenommen wurden, kann es losgehen.

Es zeigt sich, dass die Crossfire zügig Strömung aufnimmt und diese auch unter schlechten Bedingungen nicht wieder hergibt. Dies zeichnet dann die sehr gute Flugstabilität des Schirmes aus.

Für einen Intermediate ist die Crossfire erstaunlich schnell und generiert über die Geschwindigkeit zusätzlich Power, eigentlich eine typische Hochleister Eigenschaft.

Das Landeverhalten der Crossfire ist einfach, beide Bremsen kräftig angezogen, gleitet die Crossfire sauber zu Boden, ohne Druck zu generieren.

Die Kite-Killer erfüllen Ihren Zweck sauber, läßt man unter Druck des Schirmes die Handles los, so liegt die verbindung des Schirmes
zum Piloten lediglich via Kite-Killer auf den Bremsleinen, die autmatisch gezogen werden. Sofort wird der Schirm drucklos, er gleitet zu Boden.

Der Nutzen der Kite-Killer relativiert sich jedoch, nutzt man den Schirm mit einem Trapez, hier werden sie nicht mehr benötigt.

Über die Bremse läßt sich während des Fluges ein deutliches Plus an Leistung generieren, dies gibt zusätzliche dosierbare Power.

Dass die Crossfire nicht ausschließlich zum Buggyfahren konzipiert wurde, zeigt auch die Tendenz zum Lift.

Fliegt man den Schirm angepowert zügig gegen den Zenit, so wird ein deutlich spürbarer Lift erzeugt.

Perfekt auf dem Board, so gelingen erste Sprünge ganz einfach, Leistung satt. Auf dem Buggy kann man dies gut abfangen, die Crossfire gibt frühzeitig Feedback, ab wann es nach oben gehen soll.
Beim Fahren im Buggy bestätigten sich die gezeigten Eigenschaften.

Schnell gleitet der Schirm an und es liegt satt Strömung am Segel. Zügig kommt man in Fahrt und das Fahren auf allen Kursen wird zum spielerischen Vergnügen.

Aufgrund des großen Windfensters läuft die Crossfire weit nach vorne und bleibt dort stabil stehen. Schnell kommt man auf hohe Geschwindigkeiten. Dabei erzeugt die Crossfire nur wenig Seitenzug, der gut beherrschbar bleibt.

Bei Halsen oder Wenden sollte die Crossfire bedacht in den Zenit gesteuert werden, damit dem Liftverhalten entgegengewirkt werden
kann.

Auf dem Kreuzkurs läuft die Crossfire erstaunlich gut Höhe für einen Intermediate Schirm, auch auf Raumwindkurs bleibt sie stabil.

Bemerkenswert auch die Drehfreudigkeit der Crossfire. Sie ist immer schnell und agil unterwegs, Loops erzeugen einen mächtigen Druckzuwachs, dies gibt erneut Leistungsreserven, die nicht zwingend in der Intermediate Klasse so massig vohanden ist.

Insgesamt betrachtet konnte die Crossfire in jeder Disziplin überzeugen, Applaus an das Team von HQ. Fazit:

Die Crossfire kann in jeder Hinsicht überzeugen.

Ein Intermediate Schirm mit einzelnen Facetten eines Hochleisters.
Große Leistungsrange mit einem agilen Schirm, der dennoch in Strömung die typische Gelassenheit des Intermediates ausstrahlt, perfekt.

Dazu ein Rundum-Sorglos-Paket, das keine Wünsche offen läßt.

Eine Größenrange von 2,4m2 – 7,7 m2 decken einen großen Bereich ab, dazu noch ein Preis, der dieses Gesamtpaket positiv erscheinen läßt.

Die Crossfire ist ein Schirm, der genau die vorherrschenden Bedürfnisse im Intermediate Sektor trifft, ja das wollten die Piloten haben. Sie haben es bekommen.
Maximale Punktzahl: 10

Geschwindigkeit: 9

Leistung: 9

Handling: 8

Dosierbarkeit: 9

Gutmütigkeit: 8

Anfängertauglichkeit: 8

Verarbeitung: 9

Preis/Leistung: 9.

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