HAKUNA (RTF) – Klein, schnell und gemein

Text von: Thomas Müller
Fotos von: Silvia Bacher, Thomas Müller

Hersteller http://www.didak.com/

Spannweite 134 cm

Standhöhe 46 cm

Segel Polyester und Mylar

Bestabung 6 mm Carbon

Gewicht 114 g

RTF 2 x 45 kp/ 20 m/ Dyneema/ Vierleinergriffe

Windbereich in Bft. 2 – 6

Preis in Euro ca. 85,-

Bezug Fachhandel

HAKUNA ist ein kleiner Vierleiner der belgischen Drachenschmiede DIDAKITES aus Oostende.

Entliehen ist der Name aus dem Kiswahili (Kenia), bekannt auch aus dem „König der Löwen“. HAKUNA MATATA wird benutzt als Gruß zu Beginn einer Unterhaltung und bedeutet: Mache Dir keine Sorgen; no problem; let it go; let it flow..

Na, dann `mal los! Erster Eindruck:

Klein und gemein..den Bildern nach hatte ich einen großen Drachen erwartet. Der HAKUNA ist mit seinen 1.34 m der kleinste Serienvierleiner den ich kenne. Das Design..interessant..hat was vom „kleinen Feigling“. Es gibt ihn in 4 verschiedenen Augenfarben: blau, rot, orange und lila.

Ich bin gespannt, ob der HAKUNA einen beim Fliegen mit seinen Augen wirklich ansieht. Verarbeitung:

Der HAKUNA wird in der hauseigenen Drachentasche von DIDAKITES ausgeliefert. Der Köcher ähnelt mehr einer Drachentasche mit abklappbarem Zubehörfach für die Griffe und Leinen. Leider ist die Tasche etwas kurz, so dass der HAKUNA beim Verstauen spannt. Der HAKUNA besteht aus 7 Paneelen, 5 Polyester- und 2 Mylarpaneelen, die mit Segelmachernähten verbunden sind. Das Segel ist mit Saumband gesäumt, und die Leitkante mit Dacron verstärkt. Habe ich bei den anderen Großseriendrachen mehrmals unsaubere und schlecht sitzende Nähte moniert, ist der Test – HAKUNA topp verarbeitet! Alle Paneele sind sauber geschnitten, und die Nähte sitzen perfekt. Als Verbindungstechnik/Kleinteile dienen hauseigene Verbinder und Endkappen. Im Ganzen machen Bestabung, Segel und Waage einen sehr soliden Eindruck. Flugeigenschaften:

Der HAKUNA wird ab Werk mit einem Satz 20 m – Dyneema – Leinen ausgeliefert (2 x 30 kp / 2 x 45 kp), der den Windbereich ab 3 Bft. gut abdeckt. Unter 3 Bft. sollte man zu kürzeren Leinen greifen. Fliegen im Bereich 1.5 – 2 Bft. ist zwar möglich, macht aber nicht wirklich Spaß.

Die Stärken des HAKUNA liegen klar über 3 Bft.
Ab 3.5 Bft. erhöht sichder Spaßfaktor. Mein erster Gedanke:“ Klein und gemein,“ stimmt nicht ganz. Richtig muss es heißen: „Klein, schnell und gemein!“

Trotzdem läßt sich der HAKUNA sehr präzise steuern. Ecken und Stops fliegt er knackig und sauber. Im Geradeausflug wird er richtig schnell und bleibt jederzeit beherrschbar. Dieses liegt auch an der Stimmigkeit: Drachen-Leinen-Griffe. Machen die Griffe im ersten Augenblick einen „niedlichen Eindruck“, haben sie sich während der Tests als absolut passend erwiesen.
Besonders erwähnenswert ist sein sehr gutes Rückwärtsflug- und -startverhalten. Die obere Windgrenze konnte noch nicht während der Tests bestätigt werden. Bis gemessene 5.5 Bft. in Böen fliegt er problemlos.

Bei FlicFlacs, die der HAKUNA sehr gut macht, stören leider die etwas zu lang geratenen Vertikalstäbe. Vergleich in seiner Kategorie:

Mit 1,34 m ist der HAKUNA immer noch 50 cm kleiner als der 2er Revolution. Somit ist ein Vergleich schwierig. Der HAKUNA ist schneller/:-))) gemeiner. Fazit:

Der HAKUNA ist, wenn auch präzise und gut zu beherrschen, durch seine Schnelligkeit und Wendigkeit kein Drachen für Anfänger. Seine Stärken liegen hauptsächlich im oberen Windbereich. Wenn das Tricksen mit den 2-Leiner-Venteds keinen Spaß mehr und viel Laufarbeit erfordert, fängt der Spaß mit dem HAKUNA erst richtig an. Schade, dass es noch von diesem gelungenen Vierleiner kein Fullsize-Modell gibt. Ach, ja..der HAKUNA schaut einem beim Fliegen nicht nur an – manchmal scheint er richtig zu lachen.. ..und zu sagen:“Na, wer von uns ist schneller, du oder ich ?“.

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