IKEA KITE 2005, Teil 2

Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: Dirk Verheyen, Jürgen Okrongli
Gegen 14.30 h hat sich der Segelflugplatz gut gefüllt. Während ich im Außenbereich einige Erwartungen von Festbesuchern einfange, ist es immer noch windig und sonnig zugleich. Was für ein Glück!

Ich setze mich auf die kleine Flugcafeterrasse und genieße einen Kaffee. Im Programmheft für Sonntag lese ich neben einigen feststehenden Events von Samstag zusätzlich auch noch:
Drachentänze mit Shaolin Hung Choy, der berühmten Gevelsberger Gruppe; Sumoringen für Besucher;Original Wandervögel aus Unna-Massen. Festende 18 Uhr.

Was mir durch den Kopf geht:die Stadt Kamen/ Stadtmarketing versucht neben dem Drachenprogramm ein Kaleidoskop von westfälischen Rahmenprogrammen. Die Vielfalt soll ein breites und damit erhofft großes Publikum ansprechen. Es kann nicht verkehrt sein, dass im Gespann dieser Zugpferde unser Drachenhobby ein breites Publikum erreicht. Meine Frau wird daheim später sagen: „..ob diese Leute aber alle auch Dracheninteressierte sind?“ Aber vielleicht werden oder wenigstens ein Stück Faszination mitnehmen.

Das ist nicht schwer, wenn man Peter LYNN`s Geschöpfe sieht.

Am Wegesrand sind Teddys aufgeblasen. Das macht bei Groß und Klein Eindruck.
Was mich in den letzten 3 Stunden gewundert hat: ich habe vielleicht 10 Bekannte getroffen – Evergreens. Früher waren es 30 .. 40. Wo sind sie ?

Während ich so in Gedanken bin, höre ich ein schwaches Jürgen – und noch mal. Noch denke ich: auch andere Westfalen heißen Jürgen, drehe mich aber trotzdem um. Es ist Dirk Verheyen, unserer Mediengestalter – mit schwerster fototechnischer Ausrüstung. „Trink erst `mal `nen Kaffee mit..“ Er ist gerade angekommen und hat auch schon eine Runde hinter sich: „Weniger als in den letzten Jahre?“ „Andre Dinge.“

„Hast Du bestimmte Fotowünsche?“ – „Näher `ran!“ – „OK!“

Jetzt gibt es auch auf dem Demofeld eine Zweileinerankündigung. Alte Freund tauchen auf – wir begrüßen uns.

Auf dem Weg zum Zweileinergebiet ziehen unausweichlich die großen Einleiner das Augenmerk auf sich. Über den ganzen Platz schallt bis in den letzten Winkel der Kommentar des Berliner Burschen. Was für eine Beschallung. Habe ich so intensiv auf noch keinem Fest erlebt.

Auf dem Zweileinerfeld dominiert der Trickflug – angeführt durch den nimmermüden Gladiatoren Wolfgang Neumann, den Platzhirschen.

Ich sehe, wie weit hinten jemand einen Riesen fliegt. Immer noch dieser blaue Himmel, die Wärme, der Wind. Was für eine Rahmenbedingung!
Wieder bin ich ON-THE-WALK. Ein Zauberer tritt auf – bindet das Publikum ein – an derer Stelle große Grillzelte, die Geräuschkulisse eines Kinderkarussells mit Flugzeugen aus den 50er Jahren.

Was für ein bunter Haufen Fest! Etwas unübersichtlich ..
Man muss 100 Augen haben. Denn, was ich gesehen habe, gehört, miterlebt, ist ja nur ein kleiner Teil des Programms gewesen.
Als ich zum Zweilernerbereich zurückkehre, kommt mir Wolfgang mit Gepäck entgegen:“Schicht für heute!“

„OK! Ich packe auch meine Sachen.“

Ein letzter Kaffee um 18 Uhr. Die Ballonfahrer schlängeln sich gerade durchs Publikum. Ihr Auftritt ist mein Abtritt.

Auf Wiedersehen KAMEN.

Ich bin gespannt auf die Bewertung von Ulla Bebko und Uwe Gryzbeck.

Das KITE hat sich verändert.
.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *