K 3 (RTF) – K3 (RTF) – Der fortgeschrittene Einsteiger

Text von: Heiko Eikenberg
Fotos von: he

Hersteller Kitecraft (Banner)

Spannweite 185 cm

Standhöhe 95 cm

Gewicht 210 g

Windbereich 5 -30 km/h

Preis in € 79,–

Bezug direkt beim Hersteller

Der K3 ist der neue Einsteigerdrachen aus dem Hause Kitecraft. Angeboten wird er als „Advanced Beginner“. Ob er genug Potenzial hat, um auch den Ansprüchen fortgeschrittener Piloten zu genügen, wird dieser Test zeigen. Erster Eindruck:

Der K3 wird im Komplettset mit hochwertiger Schnur auf Ockertwinder geliefert. Mit den beiliegenden Handschlaufen bietet Kitecraft ein echtes „Ready to Fly Set“. Die Leinen sind exakt abgelängt. Leider liegt dem K3 keinerlei Dokumentation bei. Verarbeitung:

Das Segel ist sauber gearbeitet und an allen sinnvollen Stellen mit Verstärkungen versehen. Für die Leitkante wurde ein besonders festes Ripstopnylon verwendet, welches die Vorteile von herkömmlichem Spinnakertuch und Dacron vereint. Die Nase und fast alle Verstärkungen bestehen aus dem gleichen Material wie die Leitkante. Alle Paneele wurden mit geklebten Segelmachernähten verbunden. Positiv hervorzuheben ist noch, dass wirklich alle Stabverbindungen mit Stopperclips gesichert sind. Als Gestänge kam Spider-Composite in den Stärken 5 und 5,5 mm zum Einsatz und wurde mit Verbindern aus dem Hause FSD einsteigerfreundlich und robust verbunden. Negativ fiel auf, dass die obere Spreize arg fest in den Verbindern sitzt und daher beim Lösen leicht durch das Segel gestoßen werden kann. Die Leitkantenausschnitte sind, wie beim K2 aus demselben Hause, glatt und YoYo-freundlich gefertigt – schade ist nur, dass keine YoYo-Stopper auf der Leitkante angebracht wurden, was aber auch nachvollziehbar ist, da das Verhaken der Waage durch diese Stopper anfangs begünstigt würde. Die Leitkantenabspannung zieht Falten ins Segel und hat Verbesserungspotenzial. Alles in allem kann die Verarbeitung als gut bezeichnet werden. Flugeigenschaften:

Der K3 entwickelt einen angenehmen, gleichmäßigen Zug und ist spurtreu, bei mäßiger Fluggeschwindigkeit. Er lässt sich sehr gut starten und landen. Für lange Stalls ist er nicht geschaffen. Seine Stärken hat er in anderen Bereichen, so rastet er Flic-Flacs sauber ein, fliegt Axelkaskaden auf- und abwärts mit einer Leichtigkeit, die nur wenige Drachen vorweisen können. Axels sind einfach auszuführen, müssen aber sauber geführt werden, um auch gut auszusehen. Der K3 hat eine besondere Vorliebe für Bauchtricks. So kommt es, das auch Flatspins und Slotmachines leicht von der Hand gehen und sehr gut nachvollziehbar sind. Im Fade liegt der K3 so sauber, wie es die Ausführung hergibt – fest einrasten tut er nur, wenn die Leinenspannung gut dosiert wird. Der jeweils erste Backspin muss sauber vorbereitet werden, ist dies aber geschafft, werden alle direkt folgenden zum Kinderspiel. Der K3 backspinnt fast ohne Höhenverlust. Dank Gewichtstuning liegt der K3 stabil im Backflip, könnte die Nase aber noch etwas tiefer absenken, um die Ausführung von Lazy-Susan- Kaskaden und der Jacobs Ladder einfacher zu gestalten. YoYos aus dem Fade heraus sind sehr einfach auszuführen und sehen auch gut aus. Bedingung für diesen Trick sind aber nachgerüstete YoYo-Stopper, damit der Drachen auch wieder problemlos auswickelt.

Im oberen Windbereich beginnt der K3 in der Waagegrundeinstellung mit den Flügeln zu schlagen. Dies lässt sich aber beseitigen, indem die Waage flacher gestellt wird. Da der K3 über eine Knotenleiter verfügt, sollten auch Einsteiger damit klarkommen.
Tricks: (vergeben werden 10 Punkte, 10 = sehr gut etc.)
Starts (Bauch, Rücken, Leitkante) gut

Eckenpräzision ausreichend

Kreispräzision sehr gut

Allgemein sauberes Flugbild gut

Zweipunktlandung Mitte Windfenster sehr gut

Axel 6

Backspin 7

Backflip 6

Yoyo 8

Slotmachine 6

Cascade 8

Slide 6

540 Flatspin 8

Flic-Flac 8

Jacobs Ladder 4

Helicopter 6

Snap-Stall 5

Lazy Susan 6

Fade 6

Vergleich in seiner Kategorie:

Verglichen mit dem ein oder anderen etablierten Drachen seiner Klasse macht es der K3 Einsteigern wesentlich einfacher, weil er Flugfehler eher verzeiht und Tricks nachvollziehbarer ausführt. Er ist nicht ganz so quirlig und gestattet etwas großzügiger bemessene Lenkbewegungen. Fazit:

Der K3 ist ein hervorragender Einsteigerdrachen mit dem Potenzial, auch im fortgeschrittenen Trickbereich viel Freude zu bereiten. Die fehlende Anleitung ist nach Herstellerangabe in Arbeit und wird dem Set in Zukunft beigelegt..

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