LEON – 3er-Gespann ((RTF) – Farbenfroher Himmel

Leon4Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: Frank Ludwig Kunstdrachen.de, Jürgen Okrongli

Entwurf & Design Christoph Fokken, SPIDERKITES

Spannweite/ Höhe 97 cm / 94 cm

Segeltuch Polyester 42 g/qm

Stäbe 4 mm massiv Hybrid, 4 mm Fiberglas

Gewicht Einzeldrachen 175 g

Ready to fly (RTF) Schnur 2 x 25 m / 45 Kp Polyester, geflochten; Winder; Griffschlaufen

Windbereich Bft. 2.5 – 4 Gespann

Windbereich Bft. 2 – 4 Einzeldrachen

Preis Gespann 69,- Euro

Bezug www.wolkenstuermer.de

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Christoph Fokken ist ein Drachenbauer mit langer Tradition und internationalem Rang. Die meisten Erfahrungen sammelte er in verantwortlicher Position bei dem deutschen Drachenhersteller Invento, mit weit über 10 Jahren Leitungs-Tätigkeit.

Mit Beginn seiner eigenen Firma SPIDER KITES hat er, zusammen mit seiner Schwester Barbara, kontinuierlich ein professionell gewachsenes Konzept auf eigene Schultern gehieft. Aushängeschild dieser Firma war u.a. die Hochwertigkeit der Produkte in Design und Materialwahl sowie Verarbeitung. Schon nach den ersten Jahren SPIDERKITES wurden diese Produkte mit Maßstab gebend in der Drachenszene.

Das neue Leon – Gespann ist eine 3er-Idee, die Form gebend aus dem Kite – Runner – Kite stammt. Das wiederum entwickelte sich aus dem „Vater“ – Drachen, dem Peter – Powell.

Christoph Fokken hat die ursprüngliche Idee mit dem technischen Heute-Zeitgeist versehen. Erster Eindruck:

Wenn ein Perfektionist Drachen baut, dann …

Wunderbare Einzellösungen, die das Herz höher schlagen lassen. Alle Details sind stimmig.

Allein die Drachentasche verdient einen Designerpreis. So etwas gibt es bislang in der Drachenwelt nicht. Man kann auch die aufgebauten Drachen in ihr transportieren. TOLL !

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Verarbeitung:

8 Paneele, Segelmachernaht, Stabilisierung des Segels u.a. mittels 2 permanenter Stangen. Aufwendige Einzellösungen: Verstärkungen, starkes Klettband am Kielstabende, üppige Dacronleitkante.

Alles sorgt natürlich für dementsprechendes Gewicht. 175 g entstehen so pro Einzel – Leon. Das ist etwa das Doppelte, was die Konkurrenz wiegt. In dem Fall kostet Schönheit und ausgeklügelte „Technik“ Gewicht.

Die Nase ist wunderschön verarbeitet, an der Saumkante gibt es eine einfache Kappnaht.

Der vorderste Drachen hat kein anderes Gestänge, als die beiden hinter ihm – oh!

Die oberen Querspreizen sind hoch im Drachenkörper proportioniert. Sie gib es auch im Ersatz direkt dabei. Sie sind zweigeteilt. Hm ? Eine durchgehende wäre elastischer ?

FOTO: die Tasche (klein, wenn die Einzeldrachen zerlegt sind / groß, wenn die 3 Drachen aufgebaut in ihr sind).

Ab an den Himmel !

Flugeigenschaften:

Der Aufbau der Drachen gelingt mühelos. Allein die Schnüre sind unterschiedlich lang (12 cm Unterschied !)- also: Ablängen.

Der erste Start des Gespanns ist bei Bft. 2 – 2.5 mit einem Helfer, der das Gespann nach 2-3 fachem Wippen hochwirft. Das gelingt zuerst nicht. Gespanne verlangen vom „Werfer“ Erfahrung: also nichts für „Anfänger“. Auch besser nicht für Ehepaare – wer kennt sie nicht, wie sie sich auf der Wiese… :-(( Spaß, wo bist DU ?
Der erste Gespannstart wäre bei Bft. 3 am stressfrei aufgehoben.

Die ersten Flugmanöver sind etwas wackelig. Gewöhnungsbedürftig. Durch das hohe Gewicht der Drachen dehnen sich die 40er Schnüre in Bft. 3 – 4 so, dass nur einfache Flugmanöver und mittelgroße Loopings sicher möglich sind.

Schön: Aus dem 3er-Gespann läßt sich natürlich auch ein 2er-Gespann machen und fliegen – oder eben einer ganz allein – und das in 3 verschiedenen Farben. Die malerische Wirkung am Himmel ist fantastisch !

In Winden um die Bft. 4 verformen sich die LEONS langsam. Das tun aber auch andere Kollegen der Konkurrenz.

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Wenn man dann irgendwann kein Anfängerpilot mehr ist, könnte man den einzelnen Leon etwas verändern: stärkere obere Querspreizen, dehnungsarme 40 Kp-Schnüre und manchmal ganz lange (40 m) Schwänze, um noch mehr Himmelsdramatik zu erzielen.

Durch das Gewicht der Drachen bietet sich nur ein Windbereich von Bft. 2.5 – 4 an – was allerdings auch der am häufigsten vorkommende Innland-Herbstwind ist.

Vergleich in seiner Kategorie:

Die LEON-KETTE gewinnt den Designer-Preis in ihrer Kategorie.

Die LEON-KETTE ist auch das für 69,- Euro am aufwendigsten gearbeitete Drachentechnik – Kunstwerk.

Flugtechnisch liegt sie im Mittelfeld. Mit den genannten Handgriffen läßt sich das verändern. Fazit:

Die LEON-KETTE ist ein Zeitdokument.

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Fast zu schön für den Himmel. Wer ein großes Drachenzimmer hat – oder 3 Kinder – …

Eine einmalige Konstrukteurleistung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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