OSTEND BIRD 400 – Black Bird in the sky

Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: J.O.

Hersteller DIDAKITES, Belgien

Spannweite 4 m

Höhe 2.80 m

Gestänge 3 + 8 mm Fiberglas

Tuch Spinnaker

Gewicht 580 g

Windbereich in Bft. 1.5 – 5

Schnur 90 Kp

Preis in Euro 78.50

Bezug Fachhandel

Der OSTEND BIRD ist das Markenzeichen von DIDAKITES beim Festival von Oostende/Belgien.

Ihn gibt es in 4 Spannweiten und 6 Flügelenden- Schnabelfarben.

Im Test war die 4 Meter – Version.

Black Bird über dem Bergischen Land.
Erster Eindruck:

„Viel schwarzes Tuch“, war der erste Eindruck.

Sehr schnell und einfach aufzubauen. Wenn man es auf einen Rekord anlegt: unter 30 Sekunden, wenn die senkrechte Stange schon eingebaut ist (= großes Packmaß).

Ein Typ. Unverwechselbar.
Verarbeitung:

Die Tasche
des OSTEND BIRD ist längenmäßig per Klettband reduzierbar und ergibt ein handhabbares Maß. In voller Länge ist sie äußerst imposant und sorgt schon `mal für einen gelungenen Auftritt auf der Drachenwiese.
Sie ist geräumig – hat einen Aufdruck in der Farbe der Flügelenden/des Schnabels: gut gemacht!

Der OSTEND BIRD
wirkt durch große Flächen. Die Näharbeit wird dadurch nicht zur künstlerischen Herausforderung. Sie ist solide und typgerecht gut ausgeführt.

Der untere „Schwalbenschwanz“ ist durch einen 3 mm Glasfiberstab und Führungstaschen ausgeformt und muss zusammengesteckt werden: einfache Handgriffe – unkompliziertes Handling.

Die Flügelspanne verstärkt sich durch drei gemuffte 8 mm – Vollglasfiberstäbe. Die Stäbe der Leitkanten sind eingenäht. Die senkrecht laufenden Stäbe sind gemufft und ergeben das hälbierte Packmaß.

Den OSTEND BIRD gibt es in 4 Größen:
1 m SpW (80 g) / 2 m SpW (219 g) / 4 m SpW (580 g) / 6 m SpW (2150 g).

Zum schwarzen Körper des Vogels gibt es 6 verschiedene Farben der Flügelenden und des Schnabels: gelb, türkis, rot, ocker, grün, weiß.
Zu sehen auf der Homepage von DIDAKITES (Banner oder LINK).

Flugeigenschaften:

Ein Teil des Testflugs wurde mit Robert Schier (Vater) und Sohn Lukas Schier (11 J.) durchgeführt. Lukas hatte ausgerechnet an diesem Tag auch Geburtstag, was ihm ganz besonders gefiel.

Wie man auf den Fotos erkennt, ist das Handling des OSTEND KITE für ein Kind allein noch etwas problematisch – aber: erst einmal am Himmel, sah die Sache schon ganz anders aus.

Wir hatten am Geburtstag einen sehr wechselnden Binnenlandwind von 0.5 – 1.5. Richtig stabil fliegt der Drachen erst bei Bft. 1.5 im Binnenland/ Bft. 1 bei den gleichmäßigen Seewinden.

In den unteren Windbereichen verwendeten wir eine 40 Kp – Schnur auf 60 m Länge. No problem!

Der OSTEND BIRD liegt im Schwachwind ruhig und ohne Geräusche. Er hat nur mäßigen Zug. Lukas erstaunte das, da er ja den 4 m Vogel ab Boden kaum „bändigen“ konnte.

Auf jeden Fall wird er den Vogel noch `mal in stärkeren Winden fliegen: das ist versprochen.

Den hier ändert sich der Zug: jetzt macht er Dampf und fordert seine 4 m Spannweite und 2.80 m Höhe ein. 90 Kp sind jetzt die Schnurwahl.
In Bft. 4-5 bleibt er flugstabil (sein Markenzeichen), gibt aber Geräusche ab, da das Segel ja insgesamt nicht trommelfellmäßig gespannt ist.

Enorm ist der sehr steile Winkel, die die Schnur in den Himmel führt. Es mögen so 80 Grad sein. Fast über`m Kopf.

Der OSTEND BIRD trägt Leinenschmuck und ist gespanntauglich.

Vergleich in seiner Kategorie:

Ein Drachen, der mit einer Vielzahl positiver Eigenschaften aufwartet, die auf den 1. Blick nicht erkennbar sind – aber eben nach den ersten Flügen.

Ganz leise, fast unbemerkt, schafft er sich einen Platz in der Drachentasche und schafft es, dass Lukas nur noch von „dem Vogel“ spricht.

Er ist anders – dieser schwarze Vogel. Er hat Klasse!
Fazit:

Die Trümpfe:

kleines Packmaß (möglich);
sehr flugstabil;
einfacher Auf- und Abbau;
ordentlicher Zug ab Bft. 3;
gespanntauglich;
guter Windbereich;
steiler Anstellwinkel;
günstiger Preis.

Wenn das nicht überzeugt – weiß ich auch nicht ?!.

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