SLED POWER (RTF) – Ein Schlittendrachen wird zum Publikumsliebling

Text von: Jürgen Okrongli
Fotos von: J.O.

Hersteller www.rhombus.de

Breite 2.00 m

Höhe 1.10 m

Tuch Spinnaker

Gestänge 2 m Glasfiber / 4 Stangen Glasfiber a` 1.10 m senkrecht

Gewicht 490 g + Sack

Schnur 90 Kp – 130 Kp

Windbereich in Bft. 1.5 – 5

Preis in Euro empf. VK 39,-

Bezug Fachhandel

Der Schlittendrachen taucht in der Drachengeschichte als relativ neue Erfindung nach 1950 erstmals durch den Amerikaner William Allison, USA/Ohio auf. Interessant wird die Entwicklung durch Frank Scott (1964) USA/ Ohio, der eine modernisierte Form mit parallel laufenden Stäben und Löchern im unteren Teil des Segels,entwickelte.

Die Stabilität des Drachens war wesentlich höher als bei den sehr einfachen Kinder-Sleds heutiger Bauweise.

Eine Vielzahl von Herstellern widmete sich dem SLED, weil er immer ein Liebling des Publikums war.

So auch der SLED POWER von Rhombus/Hamburg, der in äußerst pfiffiger Verpackung zum Test erscheint.
Erster Eindruck:

Der erste Eindruck: Verblüffung. Nachdenken. Überraschung. „Geniales Teil! Im Test sind 2 SLED POWER (rot/orange).

Sehr schöne Optik – durchdachte Technik – witzige Detaillösung mit dem Verpackungsrucksack als späterer Schwanz zur Stabilisierung.

Der Sled Power gefällt den Betrachtern schon am Boden sehr.
Verarbeitung:

Wir haben einen Drachen vor uns, der für ca. 30 Euro auf dem Markt zu haben ist. Das ist schier unfassbar!

Der SLED POWER ist super verarbeitet – exakte Nähte – Stabilität. Sehr gut!

Die Waage ist einfach und verständlich. Kurz gesagt. Alles ist in der Verarbeitung stimmig.

Flugeigenschaften:

Die Idee, den Transportsack als Schwanz zu benutzen, ist super! In weniger als 10 Sekunden ist die SLED POWER – dank eingenähter Glasfiberstangen, startbereit.

An der See genügt oft schon ein gleichmäßiger Hauch von Bft. 1 / im Binnenland etwa Bft. 1.5 – und die optische Begeisterung beginnt.

Die SLED POWER gehörte im Sommer 2005 zum engsten Kreis unserer Testlieblinge. Sie war zu jeder Fahrradtour, zu jedem Strandausflug, dabei. Letztendlich auch, weil ihr Transport so einfach ist. Und natürlich, weil es Spaß macht, sie aufsteigen zu lassen.

Sie hat schon einen gewissen Biss. Es ist nichts für kleine Kinderhände. 90 Kp sind darum die gut beratene Einstiegsschnur bei geringeren Winden – etwa bis Bft. 2.5/3. Danach sollte man eine 130 Kp – Schnur nehmen und einen Bodenanker in der Nähe haben.

Während die SLED POWER auf den ersten 15 Metern Schnur noch etwas pendeln kann, stabilisiert sich das zunehmend und wird zum ruhigen und sicheren Stand.

Der Besitzer einer SLED sollte den Sack an einem Drehwirbel aufhängen. Das verhindert das Eindrehen des Sackes und Volumenreduktion.

Am meisten Spaß machte uns die SLED POWER ab Bft. 3 – 5 aus der Hand. Es ist ein Tauziehen mit einem Himmelskörper und erinnerte mich sehr an meine Flüge mit Großdrachen in stärkeren Winden.

Die SLED POWER ist in allen Windbereichen ein toller Drachen.
Vergleich in seiner Kategorie:

Nimmt man den Preis – wird ein Vergleich schon klar für die SLED POWER ausfallen.

Nimmt man die Verarbeitung und Konzeption, ist da kein Makel.

Nimmt man den Flug: überzeugend.

Resultat: Spitzenplatz.
Fazit:

Ohne lange Umschweife: SOFORT KAUFEN !

Ein MUSS in der Drachentasche. Ich habe zwei! 😉.

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