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Cooper 4.4 – Ein Hochleister MADE IN HOLLAND

cooper1Das Modell COOPER entstand als Selbstbauprojekt im Windkanal und wurde zu einer professionellen Modellreihe ausgebaut. Siegers Vliegers aus Nordholland produziert die Schirme, aus deren Reihe wir die 4.4 im Test hatten.

Die ganze Modellreihe erstreckt sich von der 2.1 qm/139,75 Euro über die 2.6/183,60 Euro ; die 3.3/230,72 Euro ; die 4.4 ; die 5.6/337,10 Euro ; die 6.9/393,24 Euro ; die 8.3/449,18 Euro bis zur 10.2 für 512,92 Euro.
Die 4.4 wählten wir zum Testschirm, weil sie „mittig“ liegt und mit einem Windbereich von 2 – 6 Bft. angegeben wird.

Als die ersten Nachrichten über die Cooper zu KITE-TESTS.de gelangten, schickte Jürgen O. mir den Link www.cooperkites.nl zur Cooper-Seite. Die Seite ist dürftig, aber die aufgeführten Siege in Wettbewerben, sprechen ihre eigene Sprache. Ein Schirm, allein gebaut für Piloten mit entsprechender Erfahrung. Das machte mich neugierig. Erster Eindruck:

Jürgen hatte das Telefon noch nicht aufgelegt, um mir zu sagen, dass der Schirm auf die Insel unterwegs ist, da kam auch schon das Paket von SIEGERS VLIEGERS. Der Drachensack war schlicht, für heutige Verhältnisse einfach. Aber ich muss sagen, dass ich in den letzten Jahren sehr verwöhnt wurde, was Schirmverpackungen anging. Es waren immer ungemein praktische Rucksäcke, in denen das dazugehörige Material genügend Platz fand. Letztendlich geht es um den Flieger, und der Niederländer in mir möchte auch nicht mehr als eben nötig bezahlen.
OK! Packe ich `mal aus ! Das Tuch ist SKYTEX PORCHER Sport 40 g/qm. Es fühlt sich noch so unheimlich neu zwischen meinen Fingern an. Die schwarzen Vorleinen liegen noch ungebraucht und jungfräulich, während sie auf den Schirm gerichtet sind.
Auf dem Boden liegend, ergibt sich eine Spannweite von 4,87 m bei 37 Zellen. AR 5.4 / AR proj. 4.1 Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist auf die Notwendigkeiten ausgerichtet. Es ist kein „Stück“ mehr an dem Schirm, als es sein muss. Das wirkt sich deutlich auf das Preis-Leistungsverhältnis aus. Hier ist die COOPER ganz weit in der Spitzengruppe. Flugeigenschaften:

Gut, jetzt gehen wir zum Strand. Der erste Test findet bei Bft. 3 (8 Knoten) statt. Die COOPER fliegt. Und sofort macht sie auch Druck.Die Besonderheit: schon bei geringem Wind beißt sie sich im Wind fest und macht Deine Arme lang. In diesem unteren Windbereich hat sie am Windfensterrand etwas Mühe, sich ganz aufzublasen. Das Tuch ist nicht immer stramm. Die Flugeigenschaften werden aber zunehmend besser.
Buggyfahren gelingt schon und lässt viel Vorfreude aufkommen, für die Tage mit mehr Wind.
Die Windstärke erhöht sich auf 15 Knoten (Bft. 4)- doppelte Geschwindigkeit – nun aus östlicher Richtung. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich Tim Verkerk (13) mit in den Test (er ist auch unter Stories schon zu sehen: Fly-Border, Buggy, Surfer, Kiter, Man-Lifter). Tim probiert sofort aus, mit der Cooper in die Luft zu springen, weil es kennt und mag. „Dafür ist sie nicht gemaaacht,“ rufe ich noch, doch Tim ist zufrieden. Dann eben etwas Boarden. Der Schirm sieht da oben am Himmel etwas schmal aus – seine Kraft ist aber alles andere als das.
Als wir den Schirm gerade vor uns in Bewegung setzen, wird deutlich, wie sehr ein paar Räder mehr den Spaß am Strand deutlich erhöhen. Auf den ersten paar Metern ist die Beschleunigung so gewaltig, dass man an einer Ampel alles hinter sich gelassen hätte, was einen Motor hat. Selbst an dem relativ schmalen Strand dieses Tages, kommt es zu hohen Geschwindigkeiten. Die Cooper such sich ihre Ecke und beißt sich fest – Du wirst mitgezogen. Der Fahrtwind tut noch das Seinige dazu. Es ist ein harter Törn. Besonders faszinierend ist die zu erreichende Geschwindigkeit und die Wendigkeit des Schirmes. Schnell fahren geht gut – aber auch die feineren Manöver lassen sich prima angehen: Loops und Komplizen. Wir geben den Impuls – die Cooper die Antwort. Gute Arbeit.

Die Cooper ist im Bereich Bft. 2 – 6 kontrolliert einsetzbar.

Kehrseite der Cooper-Kraft ist, dass sie nicht der Flieger ist, mit dem man dem kleinen Bruder das Fliegen beibringt – aber, man soll einen Hochleister ja auch nicht zweckentfremden. Die Kraft der Cooper verlangt einen Piloten der Erfahrung hat und genau weiß, was er zu machen hat – auch in schwierigen Situationen. Wenn Du aber einen Qualitätsschirm suchst, der Dich alle Ecken des Strandes kennenlernen läßt, ohne dass das Lächeln aus Deinem Gesicht verschwindet – DANN IST DIE COOPER DIE RICHTIGE FÜR DICH.
Vergleich in seiner Kategorie:

Ich möchte auf den Preis der Cooper zurückkommen. Da steht sie zur Konkurrenz ohne Vergleich. Die von uns getestete Cooper 4.4 erhält man im Ready-to-fly-Set zu einem Betrag von 283,22 Euro. Damit ist sie ein Schnäppchen, ohne an Qualität einzubüßen. Die Cooper 4.4 kann – ohne Frage – mit ihren meisten Wettbewerbskonkurrenten mithalten. Fazit:

Die COOPER 4.4 ist MEHR ALS IHR GELD WERT.
Geschwindigkeit 9 von 10

Leistung 9 von 10

Handling 8 von 10

Dosierbarkeit 8 von 10

Gutmütigkeit 8 von 10

Anfängertauglichkeit 7 von 10

Verarbeitung 8 von 10

Preis – Leistung 9 von 10

Hersteller Siegers Vliegers NL

Kategorie Hochleister

Größe / Preis 4.4 qm / 283,22 Euro

Bezug www.siegersvliegers.nl.