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18. FamilienDRACHENfest Neuenrade

Stern2(1) Mit dem 18. FamilienDRACHENfest im sauerländischen Neuenrade-Küntrop, ging eine Wandlung durch die organisatorischen Reihen: die Abkehr von einem großen VIELE EVENTS UNTER EINEM MOTTO FEST hin zu ruhigen, besinnlichen Familienfesten, mit noch ursprünglichem Staunen.
Ein Mann der 1. Stunde, Joachim Kneer, lud mich zu Kaffee und Kuchen ein und erzählte von der übergroßen Organisationsarbeit der letzten Jahre, im Verhältnis zu diesem Jahr. Trotz dieser Vielarbeit in der Organisation, hatte es keinen entsprechenden finanziellen Erlös gegeben.

 

 

 

Ich kann es sehr gut nachvollziehen und hatte es 5 Monate zuvor auch mit Werner Pannewig besprochen, der all die Jahre mit Joachim Kneer alles schulterte:“Die Organisation von großen Drachenfesten frißt ihre Organisatoren.“

Gemütlich(1)Seit nunmehr 18 Jahren berichte ich über Drachenfeste unterschiedlicher Größe: von hinterm Haus bis Fanö. Seitdem ich seit 2 Jahren auf der holländischen Insel Schiermonnikoog in der Drachenschule Anfänger-Lenkmattenkurse gebe, öffnete sich schlagartig die Welt des ersten Staunens. Das gibt VIEL.

Auf der Hinfahrt erinnere ich mich an viele Gedanken der letzten 10 Jahre: es dauert, ins Sauerland vorzudringen. In flachen Landschaften wären es 25 Minuten Fahrt gewesen – jetzt über 1 Stunde. ABER: die Strecke von Werdohl nach Neuenrade hat was voralpines – das entschädigt.

                                                                                                         Die Großen(1)Wenn am Boden die Wegweiser fehlen, ist es bei Drachenfesten ja nicht so schlimm: die Burschen OBEN weisen den Weg.

Ich komme auf die 100m x 100m große Parkplatzwiese und stehe um 14 h am Samstag als letzter in der 1. Reihe: PASST! 2 Euro Parkplatzgebühr ist anständig. „Samstag ist immer der Tag,“ so Joachim Kneer, „an dem es ruhiger zugeht.“ Im Laufe der Jahre bin ich mehr ein Fan von Besinnlichkeit geworden: ACTION war – und es war GUT.

 

 

Menschen sind Gewohnheitstiere. So treffe ich „meine“ zusammengewürfelten Zweileinerexperten wieder am Westende des Platzes. Wolfgang Neumann – Kite-Tests-Mitarbeiter 5-facher Deutscher Meister – hält seine Neuerscheinung in den Himmel.Wolfgang Neumanns neuer Trickdrachen(1)

 

 

Sauerländischer Ureinwohner(1)Neben einigen Ureinwohnern des Sauerlandes machten sich die kleinen Kinderdrachen sehr gut. Interessant war, dass die Kinder nach kurzem Beschauen der großen Tiere und sonstiger Einleiner, mehr Augen für ihre kleinen, eigenen Drachen hatten. Das war mein Eindruck über die ganze Zeit. Das Monumentale lockt nicht permanent – das eigene Tun, womöglich noch mit eigenem Drachen schafft den Bann für länger.

 

 

Joachim Kneer(1)

 

Als Joachim Kneer mich zum Kaffee und Kuchen einlädt, sprechen wir genau über diese Wesensveränderung des Neuenrader Festes. Immer höher und weiter geht zu Lasten des Privatlebens für alle die Festausführenden, die dieses als Freizeit neben ihrem Beruf machen. Zum anderen ist unsere Meinung sehr identisch darüber, das Feste mit Drachen zum Genießen nicht die große Bühne brauchen. Hin und wieder eingestreut, wie es bei Neuenrade 2011 war, hat etwas  Bezauberndes und gänzlich Entstresstes.                                    

 

 

Vor einem Jahr gestaltete ich in Schwelm das Schlossgeisterfest, einer Mixture aus Schulkinderdrachenflugeinlagen und Darbietungen von hochgradigen Profis im beschaulichen Rahmen des Schlossparks

 

 

Mutter und Sohn(1)

 

Etwas weniger Kuchen, etwas weniger freiwillige Mitarbeiter, etwas weniger Essensstände bedeutet: viel mehr Zeit für das Wesentliche, worum es allen geht: DAS DRACHEN STEIGERN LASSEN.

 

 

 

 

Ich wünschte mir, das die Drachenfestszene, wie in Schwelm und Neuenrade, auch sich einer Richtung widmet,einen beschaulichen Anfänger-Profimix zu wagen und dem WENIGER KANN MEHR SEIN Tribut zu zahlen und sage: „GOOD LUCK, Joachim und allen Organisatoren auf EUREM NEUEN WEG für die künftigen Neuenrader FamilienDRACHENfeste. Ich bin dabei.  Jürgen.

Wurstbude(1)

  Lobster(1)

 

 Kinderfrage:“Was kostet denn so ein großer Drachen?“
Der Besitzer:“Mehrere Tausend …“
Kind:“ 300 000 ? Boah“