U-Turn Nitro – Feel the Power

Text von: Andreas Schulz
Fotos von: Vera Schulz

Hersteller: U-Turn GmbH

Kategorie: Hochleister

Größe / Preis Windbereich

1,6 m2 – 339.- € 6,0 – 9,5 bft.

2,0 m2 – 369.- € 5,5 – 9,0 bft.

2,5 m2 – 429.- € 5,0 – 8,5 bft.

3,1 m2 – 479.- € 4,5 – 8,0 bft.

3,9 m2 – 549.- € 3,5 – 7,5 bft.

4,9 m2 – 669.- € 2,5 – 6,5 bft.

6,1 m2 – 769.- € 1,5 – 5,5 bft.

7,7 m2 – 909.- € 0,5 – 4,5 bft.

9,2 m2 – 1099.- € 0,5 – 3,5 bft.

12,2 m2 – 1229.- € 0,5 – 3,0 bft.

15,4 m2 – 1429.- € 0,5 – 2,5 bft.

Bezug: Authorisierte Handelspartner

Kennen Sie TOP FUEL DRAGSTER ?

Es sind bis zum Anschlag getunte Rennboliden mit über 6000 PS, die Ihren Piloten in unter 5 Sekunden auf knapp 500 km/h beschleunigen.

Als Kraftstoff benutzen diese Raketen auf Rädern Nitro, genauer Nitromethan.

Was dies nun mit einem Mattentest zu tun hat, fragen Sie sich wohl gerade.

Nun, Nitro ist der Name des Hochleisters von U-Turn.

Diese Namensgebung soll andeuten, wo die Nitro anzusiedeln ist und was ihre Aufgabe sein soll :

Eine auf Anschlag getrimmte Matte mit maximal möglicher Power soll den Piloten im Rennen auf die vorderen Plätze katapultieren.

Inwieweit dies möglich ist, soll der Test der Nitro zeigen. Erster Eindruck:

Werfen wir zunächst einmal ein Auge auf die Technischen Daten der Nitro:

Die Nitro wird in 11 Größen zwischen 1.6 m2 und 15,4 m2 ausgeliefert.

Dabei liegt die Anzahl der Kammern abhängig von der Größe zwischen 26 und 42 Zellen.

Der Aspect Ratio liegt zwischen 5,04 und 5,86. Die Spannweite reicht von 2,84 Meter und endet bei 9.75 Meter.

Dies alles sind Werte, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen und zeigen deutlich die Auslegung auf Leistung.

Ausgeliefert wird die Nitro in einem einfachen, praktischen Beutel, Kite only.

Beim Auslegen der Nitro fällt sofort der schlanke Körper ins Auge. Ellenlang und niedrig steht sie vor einem. Die typische U-Turn Kralle zieht sich bei der Nitro optisch perfekt über die gesamte Länge und läßt Sie noch länger erscheinen.

Man steht staunend vor dem Schirm und fragt sich, was dieses Flugobjekt mit einem anstellen wird.

Eine Mischung aus Verwunderung und Begeisterung kommt auf, Gänsehaut pur.
Verarbeitung:

Die aufwändige Verarbeitung der Nitro läßt keinerlei Raum für Beanstandungen zu.

Ob gesicherte Kappnähte, V-Rippen, Zugbänder zur Entlastung, Verstärkungen an neuralgischen Punkten, alles macht einen perfekt durchdachten Eindruck.

Wie schon bei der Oxigen sind auch hier Features wie Dirt Outs, COS, sowie DCS zu finden. Exakt laufende Nähte, keinen Versatz beim Anschluß, jedes Teil dieses aufwändig gefertigten Schirmes sitzt an seiner Stelle, das ist Verarbeitung auf höchstem Level.

Eine reduzierte Waage aus Kevlar sowie das edle PA 6.6 High Tenacity Tuch mit einer waterrepellent Beschichtung runden den perfekten Eindruck ab und lassen keine andere Bewertung als Höchstnote 10 zu. Flugeigenschaften:

Das Antampen der Nitro und die Grundtrimmung gelingt ohne Probleme.

Zügig steigt die Nitro in die Lüfte. Beim Flug im Stand fällt sofort auf, das die Nitro über ein riesiges Windfenster verfügt.

Am Fensterrand angekommen, sollte die Nitro an die Bremse genommen werden. Genauso im Zenit. Beherzigt man dies, steht die Nitro erstaunlich stabil am Himmel.

Start und Landeverhalten ist als gut zu bezeichnen, die Nitro läßt sich leicht anbremsen und gleitet dann sauber zu Boden.

Die ersten Runden im Buggy zeigen, das die Nitro sanft angleitet und recht leicht in Strömung zu bringen ist. Bewegen der Nitro erzeugt zusätzliche Power, genauso das Arbeiten mit der Bremse.

Liegt Strömung an, wandert die Nitro ganz weit an den Fensterrand und möchte dort kontrolliert werden. Dabei beschleunigt der Schirm kontinuierlich und spielend einfach.

Auffällig ist die Wendigkeit sowie die Geschwindigkeit des Schirmes, auch bei großen Größen. Eng gedrehte Loops erzeugen einen gewaltigen Punch und zeigen das große Potenzial des Schirmes.

Sowohl im Buggy als auch in Stand erzeugt die Nitro kaum Lift und auch bei größerer Geschwindigkeit ist nur sehr wenig Seitenzug zu spüren, was wiederum zum entspannten Fahren beiträgt.

Das Handling der Nitro ist besonders wichtig. Aufgrund der enormen Streckung und des großen Windfensters neigt die Nitro dazu, nah an den absoluten Fensterand zu gehen.

Während der Fahrt geht die Nitro dermaßen weit nach vorne, dass man stellenweise das Gefühl für die vorhandene Windrichtung verlieren kann.

Läßt man die Nitro über diesen Punkt hinaus laufen, so kommt es unweigerlich zum Strömungsabriss. Nichts für Anfänger. Hier wird das Spiel mit der Bremse enorm wichtig.

Als vorbeugende Maßnahme bietet es sich an, in der Grundtrimmung die Nitro eng an die Bremse zu nehmen. Somit hat man die Nitro schon etwas angebremst und kann damit das Vorlaufen des Schirmes in Grenzen halten.

Sehr erfahrene Piloten, die das Spiel mit der Bremse perfekt beherrschen, arbeiten hauptsächlich über diese, so das hier das extreme kurz nehmen nicht nötig ist.

Man erkennt, dass die Nitro ein auf absolute Leistung getrimmter Schirm ist, der bis an die Grenze des Möglichen geht. Hierfür braucht man eine sichere Hand, um diese Leistung zu bändigen.

Dafür wird der Pilot mit einer Leistung auf allen Kursen belohnt, die enorm ist.

Auf etlichen Fahrten konnten wir uns vom Leistungspotenzial der Nitro überzeugen.

Das Fahren auf Halbwindkurs ist eine reine Freude. Die Nitro wird kurz beschleunigt und dann findet Sie ihren Platz weit vorne im Windfenster. Dort bleibt sie stabil stehen und beschleunigt sanft, aber kontinuierlich weiter.

Schnell werden hohe Geschwindigkeiten erreicht, dabei kommt kein Stress und keine Hektik auf.

Lediglich das Abdrehen aus dem Wind, wenn das Gelände zu ende ist, sollte schon frühzeitig geplant werden. Wer meint, leichtes anluven reicht aus, um Fahrt herauszunehmen, der täuscht sich, die Nitro beschleunigt weiter.

Deshalb sollte man schon stärker anluven, den Buggy kontrolliert in den Drift bringen, den Schirm dabei gut kontrollieren, dann passt es.

Diese Leistung ist schon erstaunlich, die die Nitro scheinbar spielend leicht produziert.

Nach ein paar Runden im Buggy gewöhnt man sich schnell an die neue Power und kann früh genug dosierend eingreifen.

Weiter geht es aus dem Halbwindkurs heraus auf die Kreuz.

Hier läuft die Nitro dermaßen Höhe, dass man sich manchmal fragt, ob man noch auf Halbwindkurs ist, weil kaum Geschwindigkeitsverlust eintritt.

Bei unseren Testfahrten konnten wir so manch anderem Piloten etliche Meter an Höhe abnehmen und erreichten mit deutlich weniger Schlägen unser Ziel.

Das Fahren auf Mitwindkurs wird zur Highspeed Jagd. Dabei bleibt die Nitro gut kontrollierbar. Mit leichten Schwenkbewegungen bleibt die Nitro in Strömung.

Hier wurde selbst der große Buggystrand von Römö zum Sandkasten, so schnell war schon wieder das Ende des Geländes in Sicht.

Fazit:

Die Nitro von U-Turn setzt neue Maßstäbe. Zweifelsfrei wurde mit der Nitro ein reinrassiger Rennschirm entwickelt, der mit Leistung satt auf allen Kursen protzt.

Diese Leistung abzurufen und zu kontrollieren, das ist nun die Aufgabe des Piloten.

Dieser Schirm ist nichts für Anfänger oder Umsteiger, diese würden von der brachialen Kraft des Schirmes überfordert sein.

Der erfahreren Pilot jedoch wird mit der Nitro eine wirkliche Waffe bekommen, die es ihm ermöglicht, im Feld der Profi Fahrer weit nach vorne zu kommen.

Wer kein Interesse an Rennen hat, wird mit der Nitro einen Schirm bekommen, der immer noch die eine oder andere Reserve im Tuch hat, so das es eine Herausforderung wird, dieses neue Potenzial zu erschöpfen.

Stellen Sie sich vor, sie würden im oben genannten Top Fuel Dragster sitzen.Bis zu welchem Gang würden Sie sich trauen, hoch zu schalten, wie zügig würden Sie Gas geben ??????

Versuchen Sie einmal die Nitro, Strände waren noch nie so klein…………………..
Kategorie: Hochleister

Maximale Punktzahl: 10

Geschwindigkeit: 10

Leistung: 10

Handling: 8

Dosierbarkeit: 8

Gutmütigkeit: 7

Anfängertauglichkeit: 7

Verarbeitung: 10

Preis/Leistung: 9.

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